29. 06. 09

Freistrampeln

Vielleicht hat es den eine oder andere gemerkt: die FrauD bloggt momentan nicht so oft. Ha ha. (Twittern geht auch schneller.)
Nun ja, die hat auch andere Sorgen und musste sich mal freistrampeln. Unerhört, was Arbeit mit einem machen kann.
Da hat sich im Verlauf des bisherigen Jahres einiges aufgestaut. Gutes wie Ungutes. Am Ende bin ich abends platt und leergesaugt vom Stuhl gefallen. Sinnbildlich natürlich. Ich bin noch von keinem Stuh gefallen, es sei denn, ich war so besoffen und habs nicht gemerkt, aber das hätte ich erfahren - früher oder später :-)
Nun denn, nach massivem Bremsetreten laufe ich in die offenen Arme der Gelassenheit und tue im Augenblick einfach nur Dinge, die mir Spaß machen.
Muss auch mal sein, oder?

19. 06. 09

Bye bye Artikel 5

Es sind schon denkwürdige Zeiten, in denen wir leben. Selbstverständlich wird ein Stoppschild die ultimative Lösung eines stinkenden Problems sein. Ja ne is klar.

Wir dürfen gespannt bleiben, welches die nächste Sperr-Sparte der Internet-Sperr-Könige sein wird. Glücksspiele? Killerspiele? Weblogs?

Aber: Eine Zensur findet nicht statt!

17. 06. 09

Keep cool

Zum Fressen gern gehabt ...

Ab morgen.
Warum soll man sich eigentlich nicht aufessen dürfen, wenn man das mag?

10. 06. 09

Musik schreiben

Wenn ich arbeite, brauche ich Ruhe, zumindest eine relative Nicht-Unruhe, denn alles andere wäre ... ja, schön, aber nicht so einfach. Das kommt daher, dass ich - zumindest heute noch - "Arbeit" als Beschäftigung mit Texten von oder für Dritte definiere, weil da eben auch Bezahlung fließt, und alles andere vielleicht eher als Beschäftigungstherapie oder so.

Wenn ich aber meine eigenen Sachen schreibe, mich in einem Plot verwirre oder dergleichen, habe ich oft einen Knopf im Ohr, aus dem ziemlich unleise Rock-Rhythmen in mich reinfließen. Irgendwie bilde ich mir ein, dabei besser denken zu können. Wenn ich mich dabei verhasple und anstatt rote Rosen tote Hosen schreibe, hat das auch erst mal weniger rufschädigende Folgen. Ich kann das für mich selbst vertreten.

Über solche Dinge wird unter Autoren gar nicht so oft gesprochen, da geht's dann eher um den Arbeitsplatz insgesamt. Also, schreiben unterwegs im Zug, in Kneipen oder Cafés, mit Stift auf Papier oder per Tastatur am PC, im Grünen oder mitten in der Stadt ... aber wie ist das mit Musik im Besonderen?
Ich finde ja schon seit Jahren, der Buchmesse täte leise, peppige Hintergrundmusik in den Hallen gar nicht schlecht.
Aber manchmal habe ich den Eindruck, das Autoren bzw. Verlage und Musik etwas ist, das gar nicht geht. Da habe ich mir schon regelrecht empörte Blicke und Kommentare eingefangen. Wie, du schreibst UND hörst laute Musik - nacheinander UND gleichzeitig? Is ja nich ...

Ist Literatur - ob aus dem E- oder U-Bereich - tatsächlich etwas, das man nur mit dezent-klassischen Tönen oder in absoluter Stille oder im Massen-Rauschen-Murmeln vollziehen kann? Gibt's außer mir sonst niemanden, der beim Schreiben am Headbangen oder Rumwippeln ist?

Ich fühle mich da grade ein bisschen allein in dieser allgemein angenommenen Stille der Schreibenden. :-(

09. 06. 09

Hausfrauensorgen

Peinlich hatten wir ja schon. Ausgesorgt ist deshalb noch lange nicht.
Ich habe Strom noch nie verstanden; alle sagen, er würde fließen, aber warum läuft er nicht aus den Steckdosen raus?
Am Frühtag war also der Trockner-Doktor da. Maschine auch nicht kaputt (in dem Fall glücklicherweise oder egal, da noch Garantie drauf), aber Stecker/Steckdose sind verschmort.
Es läuft jetzt darauf hinaus, dass ein Elektriker die Steckdose samt Strom überprüfen muss, die vielleicht nen Knall hat - was mich nicht weiter wundern würde. Ich bin sowieso davon überzeugt, dass durch unser Haus fauler Strom fließt (gibt's so was?). Alle naselang ist eine Birne irgendwo kaputt, ist ein Wackler drin, ist ein Absturz im Anflug, ein stromeriges Irgendwas ...
Damals hatte ich es schon geahnt, heute bin ich sicher: Der, der hier den Strom neu gemacht hat, war besoffen.

Ich muss jetzt mal ein ernstes Wörtchen an die Hausbesitzer schreiben. Aber ganz ernst!

05. 06. 09

Das Leben ist peinlich

Es gibt Sachen, da möchte man mal kurz mit dem Kopf gegen eine Wand krachen - so mit Anlauf.
Pfingsten ging unser Herd ade, ziemlich blöd. Das heißt, zwei von vier Platten gingen noch samt Backofen.
Das doofe Ding, damals Teil einer Einbauküche, war das letzte E-Gerät, das noch aus der Antike stammte, alle anderen sind schon ersetzt worden. Also gut, so alte Opas repariert man nicht mehr. Und was fürn Glück: Metro hatte was Passendes im Angebot. Ich also gestern ins Auto und durchs Bundesland gehetzt - (FrauD-Kenner wissen ja mittlerweile, dass all meine Wege weite sind, da am Popo der Welt wohnend ...) - mal schnell nen neuen Herd gekauft, und wieder heim.
Abends Umbauparty. Dazu müssen die Sicherungen raus, wenn man schlau ist. Tja, und dann gemerkt: Herd ist ja gar nicht kaputt, Herd hat nur drei Sicherungen, und eine davon war mal eben rausgeflogen.
Davon kann man jetzt halten, was man will, ich habe mich ne Weile gedreht und die passende Wand zum Gegenlaufen gesucht.
Meine Schuld ist das nicht, ich schwöre, ich habe von Elektrik sowas von keine Ahnung, dass weniger schon nicht mehr geht.

Gut - nehmen wir mal an, ein altes Gerät ... irgendwann wäre es eh fällig gewesen, bauen wir also jetzt ein nicht-kaputtes aus und ein nicht-nötiges ein. Vorbeugen ist besser als zurücklehnen und umkippen.

Als wäre das nicht reichlich genug für eine Woche - heute der Trockner. Aber nachweislich kaputt, da am rumkokeln. Ich weiß zwar gar nichts vom Strom, aber ich weiß, wenn irgendwo Strom drauf ist und es fängt zu stinken an, dann ist aber hallo angesagt!

Ich fühle mich - ehrlich gesagt - in diesen Tagen ein kleines bisschen verarscht. Und ich will nicht verarscht werden, ich bin viel lieber die, die verarscht!

Totgewichst?

Ich tue mich gleich mal entschuldigen für dieses böses Wort, aber das ist ja nun wirklich mal was anderes.
Sehe gerade, wahrscheinlich wieder als Letzte, das der Kung-Fu-Kill-Bill David Carradine nicht mehr lebend weilt.
Nun möchte ich nicht so gemein sein und laut fragen, warum so ein Greis noch mit Sexspielzeug im Kleiderschrank hantiert, aber eigentlich ist es das, was mich interessiert. Man könnte ja meinen, dass man mit über 70 Jahren alles ausprobiert hat, was es auszuprobieren gibt, und sich - sofern der Body noch mitspielt - zumindest sensitiver den körperlichen Genüssen widmet. Immerhin steigt schon die Gefahr, an einem Orgasmusherzinfarkt zu sterben, mit den Jahren kontinuierlich.

Diesen Abgang finde ich - persönlich - ziemlich peinlich. Muss ja nicht, oder?

30. 05. 09

Die ko(s)mische Abnehm-Fibel

Ziemlich stolz, verkünden zu können:
Unser Baby ist zu haben:

Cover-9a-vorne1

25. 05. 09

Gelesen und für ungut befunden

Ich weiß nicht viel über Natsuo Kirino, die Autorin von Teufelskind. Wenn ich recht überlege, eigentlich nur, dass sie eine japanische Schriftstellerin ist, von der zurzeit zwei Bücher debattiert werden, wovon FrauD offenbar das schlechtere erwischt hat.
Es geht um Folgendes:
Eine um die 40-Jährige, die elternlos in einem Puff und einem Kinderheim aufgewachsen ist, macht sich auf, ihre Umwelt zu verschlanken, während sie nach ihrer wahren Mutter sucht. Von ihr hat sie lediglich ein Paar alte Latschen, mit denen sie sich gelegentlich unterhält. Ansonsten ist sie damit beschäftigt, Menschen, die ihr irgendwann mal quer gekommen sind, unter die Erde zu bringen.
Das Teufelskind hat mich gestern Nachmittag für eine Weile in Anspruch genommen und ich muss gesehen, es war nicht die beste Weile, die ich mit einem relativ kurzen Buch verbracht habe.
Eigentlich tue ich mich schwer damit, Bücher nach "schlecht" oder "gut" zu beurteilen, denn wenn sie auch das unterste Level meines persönlichen Geschmacks erreicht haben, so kann ich immerhin noch anerkennen, dass jemand Arbeit damit hatte.
Warum die Autorin eines solchen Buchs wichtige Literaturpreise verdient haben soll, geht mir gerade total ab.
Es hat mich verwirrt, verwundert und verärgert zurückgelassen. Teilweise, weil hier japanisch-kulturelle Dinge einfließen, die mir fremd sind, an die man sich aber vielleicht noch gewöhnen könnte. Völlig undurchsichtig für mich die fremden Namen; schon die beiden beginnenden Hauptfiguren Misaë und Minoru mit ihrer absurden Geschichte konnte ich bis zu deren Verbleichug nicht auseinanderhalten.
Teilweise, weil die Figuren, die in einigen Rezensionen als "eindrücklich" gezeichnet beschrieben werden, überwiegend abgedrehte Freaks sind, lieblos dahingeknallt und bestückt mit den übelsten Wesensarten, zu denen Menschen fähig sind. Teilweise, weil der rote Faden der Geschichte sich den tiefen Gründen der menschlichen Seele widmen will - jedenfalls sei das hier angenommen - aber nur oberflächlich daran herumkratzt, während parallel schön gemetzelt wird, ohne das man automatisch mitbekommt, wieso, wer, weshalb, warum ...
Kaputte Gestalten, die durch eine kaputte Story gejagt werden und letztendlich ein kaputtes Buch ergeben, an dem man vermutlich mehr Freude hat, wenn man es zum Grill anzünden benutzt.
Schade immer wieder, dass so ein Auslandskram deutsche Verlage überzeugt, aber nationale Autoren wirklich spannender und gut ausgearbeiteter Geschichten und Figuren sich an denselben Klinken dieser Verlage die Hände wundscheuern.

22. 05. 09

Lesetipp für den 23. Mai

Da will ich euch sehen, morgen also: Bitte Grundgesetzlesen tun/gehen/machen.
Übrigens: Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist eines der spannendsten Bücher überhaupt, was wir Däumlinge leider viel zu oft vergessen. Da stehen Sachen drin - also Rechte, die man würde hätte haben können, täte man sich nur öfter lauter darüber brüllen trauen - die haben schon was. Finde ich persönlich sehr cool.

17. 05. 09

Nur 153 Mio ...

... kostet das teuerste Buch der Welt. Genie oder Wahnsinn? Was auch immer, ein Lächeln ist es auf jeden Fall wert.
Mal sehen, ob die Auflage (1 Exemplar) zur Frankfurter Buchmesse noch zu haben ist, ha ha.

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Wer lesen kann, ist - klar - im Vorteil



Karen Rose
Todesschrei


Stieg Larsson
Verdammnis


Simon Beckett
Leichenblässe


Peter James
Nicht tot genug


Joy Fielding
Flieh wenn du kannst



Susanne Mischke
Der Tote vom Maschsee


Cody McFadyen
Der Todeskünstler


Sabine Thiesler
Die Totengräberin


Gisa Klönne
Nacht ohne Schatten



Kerstin Gier
Die Patin


Charlotte Link
Die letzte Spur


Elisabeth Herrmann
Das Kindermädchen


Jilliane Hoffman
Vater unser


Achim Albrecht
Im Netz des Chamäleons


Cody McFadyen
Das Böse in uns


Sabine Kornbichler
Gefährliche Täuschung

Ich seh dich


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