"Keine Zeit" ist offenbar das uneingeladene Motto meines Jahres 2012 geworden.
Nicht mal Zeit fürs Bloggen, so ein Jammer. Gerade mal ein bisschen facebooken ist noch drin. Dabei habe ich gefühlte 267 Mal Anlauf für ein Posting genommen, aber irgendwie wurde es nie fertig, und später fand ich's blöd.
Kurzabriss der ersten Wochen des Jahres:
Mein Zweitjob hat mir einige Vertretungsstunden beschert, die außer den normalen Wochenstunden bewältigt werden mussten. Da sind schon mal aus 1 bis 2 Stundeneinsätzen plötzlich Halbtagsdinger geworden. Die Zeit geht mir natürlich an anderen Stellen ab.
Seit dem Jahreswechsel sind außerdem - abgearbeitet bzw. bis jetzt noch aktuell - folgende Projekte über meinen Tisch geflattert bzw. flattern noch:
Kinderbuch - Lektorat und Layout
Autobiografie 1 - Lektorat, Layout und Druck
Autobiografie 2 - Lektorat, Layout und Druck
Autobiografie 3 - Lektorat und diverse Begleittexte zum Buch
Nachkriegs-Thriller - Lektorat
Autobiografie - Ghostwriting
Fantasy-Roman 1 - Lektorat
Fantasy-Roman 2 - Lektorat
Frauenroman - Lektorat
Mehrere Kurztext-Korrekturen
Aktuell bevorstehend und vereinbart:
Historischer Roman - Autorenbetreuung
2 Fantasy-Romane - Lektorat
Anthologie - Lektorat
Kinderbuch - Lektorat, Layout und Druck
Anfragen:
Fantasy-Projekt - Lektorat
Sachbuch - Lektorat
Ich finde, das ist ordentlich, wenn ein Tag nur 24 Stunden hat.
Dazu kommt in Kürze - also irgendwann in den nächsten Wochen - die Renovierung meines Büros. Dieser Plan hat noch eine weitere Beschäftigung mit sich gebracht: nämlich die mit Büchern. Also den Printausgaben.
In den vergangen 20 Jahren war es so, dass ich zwar Unmengen gelesen habe, aber weder Platz noch überflüssiges Kapital hatte, um alle Bücher zu behalten und ständig neue zu kaufen.
Das hat mir immer sehr leid getan, auch deshalb, weil ich seit Jahren davon träume, mich mit einer riesigen Bibliothek zu umgeben.
Jetzt werde ich mir diesen Traum einfach mal erfüllen, wobei dem Begriff "riesig" auch hier Einhalt geboten ist, denn mein Büro ist gar nicht so groß - es hat ja zugunsten von mehr Platz für unser Bad knapp 2 Meter in der Länge eingebüßt.
Aber die große Wohnwand - einst mal gekauft als Wohnzimmerschrank, steht sie seit gut 10 Jahren in meinem Büro -, die sich jetzt noch in meinem Rücken befindet und aktuell - zusammen mit einem separaten Bücherregal - gut 2000 Bücher fasst, ist wenig optimal, um eben jene Objekte sinnvoll zu bewahren. Das Teil ist zwar wunderbar, aus Massivholz und mit unendlich viel Stauraum, aber genau dieser Stauraum bewirkt, dass ich meine Buchschätzlichen nur dreireihig und zweistöckick dort unterbringe. Und wenn ich mal ein Buch suche, steht es mit Sicherheit ganz unten ganz hinten.
Das soll also geändert werden. Der Schrank kommt raus. Die Holzbohlen, aus denen mal ein vollflächiges Regal wird, stehen schon zugeschnitten in der Garage. Vom Boden bis zur Decke, über Eck, und was diese Wand nicht fasst, wird an den anderen Wänden mit einer Art von CD-Regalen Platz finden.
Obwohl ich mich schweren Herzens in der Vergangenheit immer wieder von meinen Büchern getrennt habe, bin ich nun dabei, sie alle wieder nach Hause zu holen. Also die, die ich hatte und vermisse, die, die ich noch haben will, und die, die ich nur deshalb will, weil sie wunderschöne Cover besitzen und die ich erst noch lesen muss, um herauszufinden, ob sie mir auch innerlich gefallen.
Medimops sei Dank habe ich die Möglichkeit, unendlich viele tolle Bücher für kleines Geld wieder zurück nach Hause zu holen.
Das Räumchen will natürlich vor dem Aufbau des Großregals noch renoviert werden. Da es aber eines Tages so gut wie komplett und an allen zur Verfügung stehenden Wänden mit Büchern geschmückt sein soll, entfällt die leidige Suche nach einer netten Tapete oder anderem Schnickschnack. Trotzdem müssen die Wände mal gestrichen werden, danach herrscht hier auch endlich Rauchverbot.
Tja, und so verbringe ich meine Tage seit Beginn des Jahres mit Arbeit 1, Arbeit 2, Planung, Bücherkäufen und Recherchen, wo ich was am günstigsten herbekomme ... außerdem habe habe ich noch immer Mann und Kinder und DasHaus. Und hier ist die aktuelle Baustelle das Bad unseres Mieters und demnächst kommen noch neue Fenster und der Wohn-Ess-Bereich inklusive Kaminbau.
Achso, hätte ich fast vergessen:
Ich komme ja unter den gegebenen Umständen absolut nicht mehr selbst zum Schreiben. Aber
CHICHILI sei Dank wird es wohl demnächst ein Remake von "Jane Doe am Montag" geben. Unter neuem Titel, mit neuem Layout.
Leider hatte ich nicht mal die Zeit, das Skript selbst vollständig zu überarbeiten, aber den verbliebenen Rest nahmen mir die Schätzchen von Chichili ab, so dass ich jetzt einfach abwarten kann und wenigstens das vom Bein habe. Und vielleicht wird es dann eines Tages doch noch was mit dem Nachfolger ...
Alles in allem also ein ausgefülltes Jahr bisher und auf unabsehbare Zeit.
Man mag mir bitte nachsehen, wenn die Buch-Staben deshalb vernachlässigt werden. Das ist nun mal so, das wird aber bestimmt eines Tages wieder besser.