Tschüss erst mal

Zumindest hier.
Das Twoday-Blog wird noch eine Weile hier ausharren, vielleicht ewig, so aus Sentimentalität, aber wenigstens bis ich den ganzen Datenkram sortiert und umgeräumt habe.

Gebloggt wird demnächst hier im Rohbau weiter:

Buch-Staben Realoaded

Und die Domain zieht natürlich mit um.

Es war auch schön mit dir, Twoday, aber nichts ist für immer.

Mir stinkt's

Überall hört man die Dauerempörung rund ums Urheberrecht und dessen Zukunft. Ich bin kein Fan der Piraten, aber ich bin noch weniger Fan vom totalen Überwachungsapparat, der ohnehin schon viel zu tief in unseren Privatangelegenheiten herumschnüffelt. Wenn ich ehrlich bin, habe ich für dieses Thema auch im Augenblick keine Zeit, denn es ist einfach zu kompakt, um es mit einem Sprung auf diese oder jene Seite zu unterstützen. Da muss vieles an Informationen fließen, Vergangenes wie Künftiges, Sinn und Unsinn abgewägt, Argumente gehört werden ...

Was mir im Augenblick viel mehr stinkt, sind Weblogs, in denen ich nicht bloggen kann, weil mal wieder eine Zahlung für das Blog-Paket fällig war. Twoday zeigt sich hier wahrhaft unbeugsam, und ich habe keine Lust mehr und werde mir jetzt ein neues Zuhause suchen und im Juli umziehen. So viel Traffic habe ich hier gar nicht, um ständig bezahlen zu wollen. Scheiß auf Layout und Inhalte - entweder finde ich eine Lösung, alles mitzunehmen, oder nicht.

Noch schlimmer finde ich zur Zeit mal wieder die Geiz-ist-geil-Mentalität diverser Anwärter, die denken, dass ich glücklich damit bin, für sie Texte schreiben oder aufmotzen zu dürfen und mir als Bezahlung Imagepolitur oder das Versprechen einer horrenden Gewinnbeteiligung am späteren Bestseller genügt.
Ich finde es unter aller Kanone, solche Anfragen zu bekommen, und meist erfährt man ja die Taktik dahinter erst, wenn man nach freundlichem Geplänkel auch mal aufs Honorar zu sprechen kommt.
Da verhalten sich manche - gerade noch so freundlich gesinnte - Zeitgenossen plötzlich, als habe man ihnen einen versauten Vorschlag gemacht. Da wird man nicht selten sogar blöd angefahren, was man sich denn einbilde, so viel Geld für das bisschen Rumgetexte zu verlangen. Da muss man sich sogar mal anhören, dass man doch froh sein könnte, überhaupt angefragt zu werden ...
Solche Verhaltensweisen kommen übrigens meist aus dem gewerblichen Bereich, wenn es z.B. um Neubetextung von Webseiten geht.
Erst vorhin habe ich wieder so einem Kandiaten liebevoll erklärt, dass ich von seiner Sorte in den letzten 12 Jahren schon Dutzende überlebt habe und trotzdem noch im Geschäft bin.

Ich werde jetzt mal Folgendes versuchen: Morgen fahre ich mit der Benzine in die Werkstatt, damit man dort eine neue Heckklappe und einen neue Stoßstange hinten anbringt. Und wenn die später sagen, das kostet soundsoviel, sage ich einfach: "Ach, das muss ich doch nicht wirklich bezahlen. Ich bin davon ausgegangen, ihr macht einfach, weil ich's bin, immerhin habe ich 800 FB-Freunde, und wenn ich da rumerzähle, wie toll ihr arbeitet, ist das für euch doch eine prima Werbung ..."

Kann man auf solche blöden Ideen wirklich kommen? Kann man offenbar, denn sonst würde ich nicht immer wieder solche Anfragen erhalten.

So, jetzt habe ich genug geschimpft.

Krawallresistenz üben

Seit zwei, drei Wochen wird neben DasHaus gebaut. Und in dem einst wunderschönen Obstgarten, der parallel zu unserem Garten liegt, fahren schwere Maschinen rum.
Nette Leute, zumindest die Frau kenne ich schon seit Kindesbeinen, und deshalb erwarten wir auch eine entspannte Nachbarschaftsatmosphäre.
Gerade machen die da drüben die Haus-Unterkonstruktion. Also Löcher buddeln, Leitungen verlegen, Schotter drauf, festpressen ... weiß der Geier.
So um kurz nach sieben jeden Morgen geht das Gebrumme los, wenn der Bagger angeschmissen wird.

Bei dem meist monotonen Geräusch ergeben sich für mich mehrere Optionen, denn ich hab's Büro quasi direkt mit Blick zur Baustelle und in diesen Tagen meist das Fenster gekippt, weil es so schön ist.
(Just in dieser Sekunde schaufelt der Bagger gute Erde und wirft sie uns rüber. Das hatten wir aber so bestellt, höhö.)

1. Ich könnte mich an der Geräuschkulisse jetzt festbeißen und mich davon stören lassen.
2. Ich könnte mich davon berieseln lassen, dann fange ich irgendwann an zu gähnen und schlafe ein.
3. Ich könnte mich in die Benzine setzen und wegfahren. Das mache ich auch in gut einer Stunde, aber wenn ich wieder da bin, geht's eben von vorne los.

Nur gut zu wissen, dass dieser Maschinenkrawall nicht ewig dauern wird.
Wenn das (Fertig)Haus erst mal kommt, wird es noch einmal spannend, denn die Zufahrt zum Nachbargrundstück ist zu eng für das Haus-Auto. Die müssen also an unserer Straße halten und die Einzelteile mit einem Kran über unseren Garten heben.

Nach dem Abenteuer "Hauskauf" dürfen wir also jetzt live noch das Abenteuer "Hausbau" miterleben. Das soll ja verdammt schnell gehen, also vom Haus aufstellen bis zum Einzug.

Bin gespannt.

Bibelfest ... oder ich wünsch mir was

Bibelfest war ich ja noch nie, auch wenn ich mich durchaus an einige bekannte Stellen aus dem Buch der Bücher erinnern kann.
Aber es geht schon damit los, dass ich die 10 Gebote nicht runterleiern kann und schon gar nicht der Reihe nach.

In meinem Bücherkaufrausch der letzten Wochen bin ich natürlich auch wieder über Bücher gestolpert, die ich schrecklich gerne hätte, die aber auf Grund des Preises auf die Abwarten-Liste wandern mussten.

Eines davon ist die berühmte Hundertwasser-Bibel.

Ich habe sie mal in der Hand gehabt. Es ist wirklich eines der schönsten Bücher - wenn nicht das schönste Buch - das je in meinen zarten Händchen lag.

Die einst im Handel erhältliche limitierte Pattloch-Edition der Unikate lag bei um die 1000 Euro, wenn ich mich recht erinnere.

400 Euro muss man selbst jetzt noch hinblättern für gebrauchte Ausgaben aus Privatbesitz. Das ist eine Menge Kohle.

Aber es ist mal ein Wunsch: Ich wünsche mir diese Bibel, und ich werde mir im Laufe dieses Jahres den Wunsch erfüllen.

So geht das ja auch nicht

"Keine Zeit" ist offenbar das uneingeladene Motto meines Jahres 2012 geworden.
Nicht mal Zeit fürs Bloggen, so ein Jammer. Gerade mal ein bisschen facebooken ist noch drin. Dabei habe ich gefühlte 267 Mal Anlauf für ein Posting genommen, aber irgendwie wurde es nie fertig, und später fand ich's blöd.

Kurzabriss der ersten Wochen des Jahres:
Mein Zweitjob hat mir einige Vertretungsstunden beschert, die außer den normalen Wochenstunden bewältigt werden mussten. Da sind schon mal aus 1 bis 2 Stundeneinsätzen plötzlich Halbtagsdinger geworden. Die Zeit geht mir natürlich an anderen Stellen ab.

Seit dem Jahreswechsel sind außerdem - abgearbeitet bzw. bis jetzt noch aktuell - folgende Projekte über meinen Tisch geflattert bzw. flattern noch:

Kinderbuch - Lektorat und Layout
Autobiografie 1 - Lektorat, Layout und Druck
Autobiografie 2 - Lektorat, Layout und Druck
Autobiografie 3 - Lektorat und diverse Begleittexte zum Buch
Nachkriegs-Thriller - Lektorat
Autobiografie - Ghostwriting
Fantasy-Roman 1 - Lektorat
Fantasy-Roman 2 - Lektorat
Frauenroman - Lektorat
Mehrere Kurztext-Korrekturen

Aktuell bevorstehend und vereinbart:
Historischer Roman - Autorenbetreuung
2 Fantasy-Romane - Lektorat
Anthologie - Lektorat
Kinderbuch - Lektorat, Layout und Druck

Anfragen:
Fantasy-Projekt - Lektorat
Sachbuch - Lektorat

Ich finde, das ist ordentlich, wenn ein Tag nur 24 Stunden hat.

Dazu kommt in Kürze - also irgendwann in den nächsten Wochen - die Renovierung meines Büros. Dieser Plan hat noch eine weitere Beschäftigung mit sich gebracht: nämlich die mit Büchern. Also den Printausgaben.

In den vergangen 20 Jahren war es so, dass ich zwar Unmengen gelesen habe, aber weder Platz noch überflüssiges Kapital hatte, um alle Bücher zu behalten und ständig neue zu kaufen.
Das hat mir immer sehr leid getan, auch deshalb, weil ich seit Jahren davon träume, mich mit einer riesigen Bibliothek zu umgeben.

Jetzt werde ich mir diesen Traum einfach mal erfüllen, wobei dem Begriff "riesig" auch hier Einhalt geboten ist, denn mein Büro ist gar nicht so groß - es hat ja zugunsten von mehr Platz für unser Bad knapp 2 Meter in der Länge eingebüßt.

Aber die große Wohnwand - einst mal gekauft als Wohnzimmerschrank, steht sie seit gut 10 Jahren in meinem Büro -, die sich jetzt noch in meinem Rücken befindet und aktuell - zusammen mit einem separaten Bücherregal - gut 2000 Bücher fasst, ist wenig optimal, um eben jene Objekte sinnvoll zu bewahren. Das Teil ist zwar wunderbar, aus Massivholz und mit unendlich viel Stauraum, aber genau dieser Stauraum bewirkt, dass ich meine Buchschätzlichen nur dreireihig und zweistöckick dort unterbringe. Und wenn ich mal ein Buch suche, steht es mit Sicherheit ganz unten ganz hinten.

Das soll also geändert werden. Der Schrank kommt raus. Die Holzbohlen, aus denen mal ein vollflächiges Regal wird, stehen schon zugeschnitten in der Garage. Vom Boden bis zur Decke, über Eck, und was diese Wand nicht fasst, wird an den anderen Wänden mit einer Art von CD-Regalen Platz finden.

Obwohl ich mich schweren Herzens in der Vergangenheit immer wieder von meinen Büchern getrennt habe, bin ich nun dabei, sie alle wieder nach Hause zu holen. Also die, die ich hatte und vermisse, die, die ich noch haben will, und die, die ich nur deshalb will, weil sie wunderschöne Cover besitzen und die ich erst noch lesen muss, um herauszufinden, ob sie mir auch innerlich gefallen.

Medimops
sei Dank habe ich die Möglichkeit, unendlich viele tolle Bücher für kleines Geld wieder zurück nach Hause zu holen.

Das Räumchen will natürlich vor dem Aufbau des Großregals noch renoviert werden. Da es aber eines Tages so gut wie komplett und an allen zur Verfügung stehenden Wänden mit Büchern geschmückt sein soll, entfällt die leidige Suche nach einer netten Tapete oder anderem Schnickschnack. Trotzdem müssen die Wände mal gestrichen werden, danach herrscht hier auch endlich Rauchverbot.

Tja, und so verbringe ich meine Tage seit Beginn des Jahres mit Arbeit 1, Arbeit 2, Planung, Bücherkäufen und Recherchen, wo ich was am günstigsten herbekomme ... außerdem habe habe ich noch immer Mann und Kinder und DasHaus. Und hier ist die aktuelle Baustelle das Bad unseres Mieters und demnächst kommen noch neue Fenster und der Wohn-Ess-Bereich inklusive Kaminbau.

Achso, hätte ich fast vergessen:
Ich komme ja unter den gegebenen Umständen absolut nicht mehr selbst zum Schreiben. Aber CHICHILI sei Dank wird es wohl demnächst ein Remake von "Jane Doe am Montag" geben. Unter neuem Titel, mit neuem Layout.
Leider hatte ich nicht mal die Zeit, das Skript selbst vollständig zu überarbeiten, aber den verbliebenen Rest nahmen mir die Schätzchen von Chichili ab, so dass ich jetzt einfach abwarten kann und wenigstens das vom Bein habe. Und vielleicht wird es dann eines Tages doch noch was mit dem Nachfolger ...

Alles in allem also ein ausgefülltes Jahr bisher und auf unabsehbare Zeit.
Man mag mir bitte nachsehen, wenn die Buch-Staben deshalb vernachlässigt werden. Das ist nun mal so, das wird aber bestimmt eines Tages wieder besser.

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