Bekomme heute eine E-Mail-Einladung von einem Grasmück-Verlag. Normalerweise habe ich nichts dagegen, Post von Verlagen zu bekommen, doch der ist mir komplett unbekannt. Die Domain spuckt auch nur Fehlermeldung aus, im Anhang ein .doc mit einer gestalteten Einladung, die ... ich sags mal so: Als meine Tochter das erste Mal Word öffnete, war sie begeistert, wie viele Schriften und Farben es da gab, und spielte stundenlang damit rum ...
Irgendwas esoterisch-religiöses mit Pyramiden und Hastenichgesehn ... :-(
Wie tief kann eine Lektorin sinken, bis der letzte Buchstabe fällt? :-(
(Woher haben die bloß meine E-Mailadresse und wieso bin ich ein Freund des Hauses? Schlafwandel ich schon?)
Gestern mal im Clan ein Haus besichtigt. Schön, groß, nicht zu groß, gerade so, dass sich eine Familie mit großen Kindern nicht auf den Wecker gehen muss.
Für uns ist übrigens alles groß, was mehr als 100 qm hat. Und wir wachsen raus. Je größer die Kinder werden, umso kleiner werden die Räume. SohnD muss mit seinen stattlichen einsneunzig überall den Kopf einziehen. Das ist ganz schön frustrierend.
Tja, wir hätten es ja gerne, das Haus - es würde zu uns passen (selten genug hier in der Gegend) - doch die Aussicht, über 30 Jahre Hausschulden abbezahlen zu müssen, in denen sonst aber auch gar nix Größeres dazwischen kommen darf, sind nicht verlockend.
Bei einen Kaufpreis von 150.000 Euro und einer Schnickschnackberechnung, in der wir einfach mal den unwesentlichen BSV weglassen (spielt ja keine große Rolle, ob man ihn einfließen lässt und bei der ersten Reperatur oder einem neuen Auto - was unweigerlich kommen wird, ehe das Haus abbezahlt ist - wieder einen Kredi aufnehmen muss), würde man in 10 Jahren 72.000 Euro abdrücken und säße anschließend noch auf ca. 129.000 Schulden. So ein Haus kostet also am Ende über 201.000 Euro Minium.
Ich muss zugeben, das frustriert mich zutiefst. Welche Wahl hat man eigentlich? Billig kaufen und viel investieren, damit man überhaupt erst mal anständig wohnen kann - wenn man Pech hat, auch noch Monate auf einer Baustelle -, oder gleich so viel ausgeben, dass man einziehen kann und erst mal Ruhe hat?
Es ist ja nicht so, dass man bei Billig-weil-die-muss-man-erst-noch-renovieren-Häusern wirklich wesentlich spart, auch wenn man vieles selbst machen kann. Objekte dieser Art haben wir uns angeschaut, klar. HerrD ist Handwerker, der kann eine Menge selbst, trotzdem kalkuliert man sich in ungeahnte Höhen, deren Ende nicht absehbar ist. Geht schon los, wenn die Wohnfläche vergleichbar mit der aktuellen ist und ein Dach- oder Nebenanbau sein müsste, wenn gleichzeitig Decken und Böden anstehen, kein Bad da ist, gedämmt/isoliert werden muss ... Riskante Geschichte, das.
Man kann natürlich auch auf Miete bleiben. In der Großstadt kann ich das verstehen. Wir sind aber aufm Dorf. Unser Miethaus ist zu klein für uns geworden, die Vermieter kümmern sich auch nicht, man kann nur ändern, was man selbst bezahlen will, und so lange die Bude nicht zusammenbricht, müssen die gar nichts machen, damit es ein bisschen netter wird.
Ich darf nicht drüber nachdenken, was wir schon an Miete losgetreten haben - ha ha. Man hätte ja schon viel früher kaufen können. Aber was, wenn es viel früher noch weniger möglich war?
Es kommt, solange ich das in den letzten Jahren beobachte, immer aufs Gleiche raus: Zwischen 120 und 150 T. muss man so oder so in unserer Region bringen, und das ganz ohne Luxus und überflüssiges Zeug. Einfach nur, um es ein kleines bisschen nett zu haben. Für Städter ist das vielleicht nicht viel, aber hier sind nun mal die Einkommen auch "dörflich".
Wie soll das gehen, wenn "viel Arbeit, wenig Brot?"
Man wird glatt dafür bestraft, wenn sich Handwerk und Freiberuflichkeit mischen, wenn Arbeit eh schon das Leben beherrscht, man aber dummerweise keinen Job hat, der Großverdiener aus einem macht.
Tja, wo ist nun der Arbeitgeber, der sich drauf einlässt, mich 10 Jahre bei einem Jahresverdienst von 15 -20 T. zu beschäftigen und mir die 10 Jahre im Voraus bezahlt?
Ich mache auch Überstunden, ich schwöre.
Hach bin ich glücklich, mein Herblatt, die Wort-Taten.COM ist wieder bei mir.
Natürlich trudeln auch gleich wieder tausende Mails ein. So alte Adressen haben viele Fans, höhö.
Übrigens: Ich habe die Wortpatenschaft für "Worttaten" übernommen, nebst Urkunde und Tasche. Bild folgt demnächst :)
Nachdem gestern hier im LK die Busse standen, Schüler nicht in Schulen kamen, rief gestern Abend die Klassenkette durch: Heute und morgen fiele der Unterricht nun offiziell aus.
Da allerdings heute in der Zeitung stand, die Busse hätten gestern im Laufe des Tages ihre Fahrten wieder aufgenommen, vermute ich mal, jetzt sind es auch die Lehrer von außerhalb, die nicht wissen, wie hinkommen.
Nun könnte man an dieser Stelle beginnen, eine hitzige Diskussion über unser Bildungssystem ins Rollen zu bringen. Über den wackeligen Lehrerbestand an vielen Schulen, über die schnellen Lehrerwechsel, über die Kurzzeitdozenten, klassenlehrerlose Klassen, ständige Ausfälle und Vertretungen ... und weiter über damit verbundene Klassensysteme, die schwächeln, denen das Gefühl von Sicherheit abgeht, Vertrauenspersonen zu haben ... oft nicht mal einen konkreten Namen nennen können, fragt man: "An wen wende ich mich, wenn ...?"
Ich erinnere mich, dass in meiner Schulzeit da vieles anders war. Wir hatten über X-Jahre hinweg dieselben Lehrer, und ob wir sie nun mochten oder nicht, man kannte sich eben und wusste sich zu nehmen. So was vermittelt Sicherheit und Vertrauen. Zwei nicht unerhebliche Komponenten in einem so wichtigen Lebensabschnitt wie der Schulzeit.
Sie waren auch altersmäßig deutlich von uns Schülern zu unterscheiden. Wenn ich heute über Schulhöfe gehe, kann ich oft nicht erkennen, ob das nun 10.-Klässler oder Lehrer sind.
Nicht, dass ich etwas gegen junge Lehrer hätte, aber Autoritäten darunter zu finden ... schwere Sache. Heute darf ja jeder unterrichten, wenn er will. Ob er nun auch das entsprechende Karma dafür mitbringt oder nicht.
Sie wohnten damals auch in unmittelbarer Nähe, oft im selben Ort/Stadt, und ich erinnere mich nicht, je einen Schulausfall erlebt zu haben, weil Lehrer nicht wusste, wie zur Schule kommen. Und einst waren die Winter auch nicht ohne. Zur Not lief man eben.
Einige Lehrer an der Schule meiner Kinder leben allerdings um die 40, vielleicht sogar mehr, Kilometer entfernt in der Zivilisation. Auf Anhieb fällt mir niemand ein, der um die Ecke wohnt. Müssen in dieser Folge diese Strecke täglich überwinden, um tun zu können, was zu tun wäre.
Bei dem augenblicklichen Wetter - das verstehe ich - ein ernstzunehmendes Problem.
Dann fällt eben der Unterricht aus, basta.
Ob das alles Sinn hat oder nicht, wen interessiert das schon?
Trösten wir uns derweilen mit Alice und freuen uns für die Schüler.
Sie kitzelt mich gerade in der Nase, die lang vermisste Sonne. Wenn sie tief steht, also jenseits von Sommer, scheint sie keck auf meine Tastatur. Das ist manchmal störend, aber wozu gibt es Rollos?
Gerade musste ich ein bisschen Auto fahren, leider. Unsere Weiterweg-Nachbarn sind blöd, wie ich mal festgestellt habe. Während der nachdenkende Mensch die Weißmassen über die Straße dorthin schiebt, wo sie ungestört schmelzen können, schieben die ihren Bürgersteigscheiß mitten auf die Straße. Da haben sich natürlich schöne, immer tiefer werdende Reifenrinnen gebildet, so dass man jetzt ohne Jeep das Gefühl hat, das Auto sei tiefergelegt. Es ratscht und schleift ungesund am Blech. Sauerei. (Das beginnt da, wo auf dem ersten Bild die Straße endet, ein, zwei Häuser weiter).
Hier ist alles soweit genehm, bis auf den Schnee an sich - der sich heckenhoch türmt.
Ich komme mit Herrn Benz kaum noch aus der Garage. Hinten Scheeberg, links Zaun, rechts Schneeberg. Hach ...