Das Spiel - Stephen King
Kleine Rezension von Stephen Kings "DAS SPIEL"
Obwohl kein Mega-Fan des "Kings", kaufte ich mir damals (1992) die deutsche Erstausgabe von "Geralds Game", das in seiner deutschen Form banal "Das Spiel" heißt.
Das Buch wurde 92 vom Wilhem-Heyne-Verlag herausgegeben und trägt die ISBN 3-453-05703-1 und hat 345 Seiten.
Die Erstausgabe hat ein ungewöhliches Format, das sich von den "üblichen" Buchgrößen unterscheidet (H 24, B 16 cm) und wirkt schon ziemlich auffällig. Aber dies sind nur Nebensächlichkeiten.
Der Inhalt:
Die Geschichte von Jessie und Gerald spielt in Maine, in einem einsamen Haus an einem Waldsee. Die beiden sind seit vielen Jahren verheiratet und Gerald steht auf perverse Fesselspiele, die Jessie unwillig über sich ergehen lässt. Eigentlich verachtet sie den Glatzkopf an ihrer Seite und möchte dieses Spiel nicht mehr, doch Gerald hat seinen Spaß dabei und so wird sie auch an diesem Tag wieder mit Handschellen von ihm ans Bett gefesselt.
Die beiden geraten in ein Streitgespräch, in dem Jessie ihrem Göttergatten beibringen will, dass die Zeit dieser Dinge langsam vorbei ist und er sie nun losmachen soll, doch Gerald weigert sich und will den Sex so, wie er ihn mag. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, Jessie stößt ihren Ehepeiniger von sich und er stürzt - und stirbt.
Entsetzt muss sie erkennen, dass sie nun allein, weit ab von jeglicher Hilfe und gefesselt, mit ihrem toten Mann in diesem Haus ist. Alle Versuche sich zu befreien, scheitern und als ein streundender Hund plötzlich auftaucht und beginnt, Stücke von Gerald zu fressen, ist das absolute Grauen erreicht.
Im zunehmenden Wahn der nächsten Tage, ohne Wasser und Essen, mit Muskelkrämpfen und dem Verwesungsgestank, kriechen die Monster der Vergangenheit zurück in Jessies Phantasien. Sie sieht plötzlich einen schwarzen Mann im Zimmer stehen, in dem sich die Peiniger aus ihrer Kindheit vereinigen, die sie einst missbraucht haben.
Unterdrückte Erinnerungen kommen wieder hoch, sie führt Selbstgespräche und das Grauen kennt kein Ende mehr.
Stephen King hat mit diesem, in meinen Augen sehr unterschätztem Buch, ein Meisterwerk des alltäglichen Horrors kreiert, das einen unwillkürlich mitreißt und erschaudern lässt.
Wie wahrscheinlich ist es, dass uns ein Ufo auf den Kopf fällt? Nicht sehr, oder? Aber wie wahrscheinlich könnte es sein, in eine solche Situation zu graten ... ohne Hilfe.
Das lieblose Zusammensein eines langjährigen Ehepaars, das sich auseinander gelebt hat und dessen Sexspiele nur noch sehr einseitig sind, bietet King hier eine Basis für eine faszinierend abstoßende, grauenhaft wahrscheinliche und pervers schöne Geschichte, an deren Ende man so manches mit anderen Augen sehen kann.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, denn es "lebt". Man meint, Jessies Schreie zu hören, Geralds Verwesungsgestank zu riechen, den Schatten des Fremden zu sehen ...
Wie es ausgeht? Das möchte ich hier nicht verraten ... lasst euch überraschen. Und nehmt für Fesselspiele vielleicht in Zukunft Seidentücher, denn wer weiß ...
Irgendwann hörte ich mal, dass es verfilmt werden soll, leider bin ich da nicht auf dem Laufenden.
Obwohl kein Mega-Fan des "Kings", kaufte ich mir damals (1992) die deutsche Erstausgabe von "Geralds Game", das in seiner deutschen Form banal "Das Spiel" heißt.
Das Buch wurde 92 vom Wilhem-Heyne-Verlag herausgegeben und trägt die ISBN 3-453-05703-1 und hat 345 Seiten.
Die Erstausgabe hat ein ungewöhliches Format, das sich von den "üblichen" Buchgrößen unterscheidet (H 24, B 16 cm) und wirkt schon ziemlich auffällig. Aber dies sind nur Nebensächlichkeiten.
Der Inhalt:
Die Geschichte von Jessie und Gerald spielt in Maine, in einem einsamen Haus an einem Waldsee. Die beiden sind seit vielen Jahren verheiratet und Gerald steht auf perverse Fesselspiele, die Jessie unwillig über sich ergehen lässt. Eigentlich verachtet sie den Glatzkopf an ihrer Seite und möchte dieses Spiel nicht mehr, doch Gerald hat seinen Spaß dabei und so wird sie auch an diesem Tag wieder mit Handschellen von ihm ans Bett gefesselt.
Die beiden geraten in ein Streitgespräch, in dem Jessie ihrem Göttergatten beibringen will, dass die Zeit dieser Dinge langsam vorbei ist und er sie nun losmachen soll, doch Gerald weigert sich und will den Sex so, wie er ihn mag. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, Jessie stößt ihren Ehepeiniger von sich und er stürzt - und stirbt.
Entsetzt muss sie erkennen, dass sie nun allein, weit ab von jeglicher Hilfe und gefesselt, mit ihrem toten Mann in diesem Haus ist. Alle Versuche sich zu befreien, scheitern und als ein streundender Hund plötzlich auftaucht und beginnt, Stücke von Gerald zu fressen, ist das absolute Grauen erreicht.
Im zunehmenden Wahn der nächsten Tage, ohne Wasser und Essen, mit Muskelkrämpfen und dem Verwesungsgestank, kriechen die Monster der Vergangenheit zurück in Jessies Phantasien. Sie sieht plötzlich einen schwarzen Mann im Zimmer stehen, in dem sich die Peiniger aus ihrer Kindheit vereinigen, die sie einst missbraucht haben.
Unterdrückte Erinnerungen kommen wieder hoch, sie führt Selbstgespräche und das Grauen kennt kein Ende mehr.
Stephen King hat mit diesem, in meinen Augen sehr unterschätztem Buch, ein Meisterwerk des alltäglichen Horrors kreiert, das einen unwillkürlich mitreißt und erschaudern lässt.
Wie wahrscheinlich ist es, dass uns ein Ufo auf den Kopf fällt? Nicht sehr, oder? Aber wie wahrscheinlich könnte es sein, in eine solche Situation zu graten ... ohne Hilfe.
Das lieblose Zusammensein eines langjährigen Ehepaars, das sich auseinander gelebt hat und dessen Sexspiele nur noch sehr einseitig sind, bietet King hier eine Basis für eine faszinierend abstoßende, grauenhaft wahrscheinliche und pervers schöne Geschichte, an deren Ende man so manches mit anderen Augen sehen kann.
Das Buch ist nichts für schwache Nerven, denn es "lebt". Man meint, Jessies Schreie zu hören, Geralds Verwesungsgestank zu riechen, den Schatten des Fremden zu sehen ...
Wie es ausgeht? Das möchte ich hier nicht verraten ... lasst euch überraschen. Und nehmt für Fesselspiele vielleicht in Zukunft Seidentücher, denn wer weiß ...
Irgendwann hörte ich mal, dass es verfilmt werden soll, leider bin ich da nicht auf dem Laufenden.
SabineD - Okt 30, 08:29
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