Gerade, endlich, waren sie da, die Jungs vom KD, auf die ich vorgestern schon gewartet habe.
Als hätt ich's nicht geahnt - die Kohle wars. Ganz eindeutig. Darauf kommt man doch sofort, wenn die Wäsche nicht mehr gewaschen wird.
Was auch immer das ist, die Kohle, es scheint nicht viel zu sein. Schlimmstenfalls muss ich bis Freitag warten, wenn "die Kohle" nicht auf Lager ist. Aber mal im Ernst: Wer hat schon Kohle auf Lager?
Freiwillige vor ...
Übrigens, in meinem Garten liegt ne Leiche. Jedenfalls riecht es so. Könnte aber auch der Komposter sein. Da schaue ich aber bei dem schönen Wetter aber heute NICHT rein, wer weiß, was ich da finde.
So, jetzt pack ich mir meine beiden schwarzen Teufel und geh in den Wald, Tannenzapfen werfen. Der Herbst ist einfach nur herrlich.
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Gestern Abend lief Gattaca auf Kabel. Eigentlich wollte ich lieber DR. House gucken, weil ich den ruppigen Krüppel mit der fatalen Schnauze und sämltichen menschlichen Schwächen, die es gibt, richtig gut finde, aber mein Ex-Freund hat schwer geschimpft. Er wolle endlich abends mal wieder einen Film sehen anstatt CSI, Criminal Intend, Crossing Jordan und was sonst noch anfällt. Ich weiß gar nicht, was der immer hat. Nach nem langen Arbeitstag und vielen guten Taten gibt es doch kaum was leichertes und entspannenderes als kurzweilige Krimiserien und Co., schnell verdaulich und überaus lehrreich - jedenfalls für mich.
Aber gut, weil ich ein liebes Frauchen bin, haben wir Gattaca laufen lassen und ich durfte während der Zap-Pausen mal...
Eigentlich war der Film gar nicht schlecht. Wir hatten ihn schon gesehen und an einige Szenen konnte ich mich auch erinnern. Nur, wirklich wahrgenommen hatte ich ihn wohl nicht, denn gestern Abend fand ich ihn ziemlich verstörend.
Es ging um den perfekten Menschen. Schauplatz ist - wie auch anders - die gar nicht so furchtbar weite Zukunft, in der ein zwei-Klassen-System herrscht: Zum einen die Menschen aus der Retorte, die perfekt sind, da sämtliche möglichen Schwächen schon vorher aus der genetischen Datenbank entfernt wurden, zum anderen die "Gotteskinder", gezeugt auf normalem Weg - also Dumpfbacken wie wir.
Der Prot, ich glaube, er hieß Vincent, will unbedingt Astronaut werden, ein Job, der den besseren Menschen vorbehalten ist. Seine Körperflüssigkeiten und Haut- und Haarzellen verraten seine billige Herkunft, und so muss er sich was einfallen lassen, um zu Mr. Perferkt zu werden. Das schafft er mit Hilfe eines Laufbehinderten Mr. P., der keinen Bock auf den Mist hat und ihm seinen Körper, bzw. Teile davon und all die Pröbchen, die unser Prot braucht, zur Verfügung stellt. Was soll ich sagen - er schafft es natürlich, die Computer und Tests zu überlisten und am Ende sitzt er in Schlips und Anzug in der Rakete und düst ab.
Also grundsätzlich ist der Flim saublöd, aber die Idee dahinter, dass des heute schon prinzipiell machbar wäre, den Menschen so perfektionieren, ist schon sehr besonders. Krank vielleicht - irgendwie. Andererseits, wenn man sich all die vielen kaputten Typen anschaut, die auf unserem Planet rumlaufen ... damit wäre dann ja Schluss.
Dann müsste sich die Welt heute nicht über einen Saddam aufregen und darüber diskutieren, ob der die Todesstrafe haben soll oder nicht, weil den gäbs schließlich nicht. Okay, dagegen halten jetzt vielleicht einige, dass, gäbe es keine Diktatoren oder böse Menschen, die Krieg machen, die Weltbevölkerung heute am explodieren wäre. Auch ein Argument. Aber wahrscheinlich gäbe es dann so etwas wie eine staatlich organisierte Geburtenkontrolle, mit Sicherheit sogar, denn wenn alle nur noch aus dem Glasröhrchen kommen, würde man darüber auch Buch führen.
Na, wie auch immer. Wir marschieren in Richtung Zukunft und sicher noch das eine oder andere erleben, was zur Zeit von Raumschiff Enterprise und Bonanza völlig hirnrissig war.
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