Kopf und Körper
Was mir im vergangenen Jahr am meisten leid tat, war die Tatsache, dass ich kaum Zeit für meine eigenen Geschichten hatte. Das soll dieses Jahr anders werden. Kein guter Vorsatz, sondern eine schlichte Idee.
Dass man keine guten Vorsätze braucht, merke ich gerade wieder, denn die kommen von ganz allein, auch ohne Silvesterzeugs.
Ganz oft höre ich von irgendwem, man wäre für irgendwas zu alt. Zu alt, um mit dem Rauchen aufzuhören, zu alt, um Kinder zu kriegen, zu alt, um albern zu sein, zu alt, um dies oder jenes zu tun oder zu lassen. Ich dachte immer, ich wäre mit meinen gesetzten über-vierzig-Jahren zu alt, um noch mal irgendeinen Sport anzufangen. Dazu muss man jung und geschmeidig sein, sonst bricht man sich was oder kriegt nen Herzinfarkt.
Is gar nicht so.
In meinem Köpfchen hatte sich vor einiger Zeit schon ein Gedanke festgeigelt, der mich in die Turnschuhe zwingen wollte. Mein Alter Ego war der Meinung, ich müsste mal hoch vom Stuhl und raus auf die Straße, was ich wohl auch tue, aber immer sehr ... gemach, gemach.
Ich bin sooo unsportlich, immer wenn es anstrengend wird, muss ich mich setzen und bin schon vom Hinschauen außer Atem. Als alte Rettungsschwimmerin gehört Bewegung außerhalb des Wassers nicht grade zu dem, was ich mir je freiwillig antun würde ... dachte ich so.
Aber ich hab's getan: Ich hab meine Füße entdeckt, hab mir das erste Mal seit zwanzig Jahren wieder Turnschuhe gekauft, meine vierbeinigen Tyrannen gepackt und bin gelaufen. Ja, richtig, ge-lau-fen. Gejoggt quasi, sagt man ja so. Und das war richtig gut. Und gar nicht schlimm.
Das war nicht nur gut und nicht schlimm, das war göttlich. Gelobt sei 2007 auch ohne Vorsätze.
Und was hat jetzt schreiben mit joggen zu tun?
Ganz einfach: Es passt zusammen. Der permanent volle Kopf mit dem vielen chaotischen Zeug drin, das man von Zimmer zu Zimmer, von Haus zu Auto in Laden und zurück, von hier nach dort auf automatisierten Rädern mit sich schleppt, leert sich plötzlich. Und wenn man ausgepowert wieder daheim ankommt, ist plötzlich Platz für andere Gedanken da. Kreative Gedanken, einfache Denkschleifen und freundliche Ideen. Zeit für Glückshormone sozusagen.
Ich denke, Laufen, einfaches ordinäres Laufen ohne Stöcke und Fremdwörter, ohne Trends und Gruppenzwang, ohne Terminkrempel oder Stoppuhr und wann immer mir danach ist, wird dieses Jahr zu den Dingen gehören, die ich oft tue. Richtig oft.
Dass man keine guten Vorsätze braucht, merke ich gerade wieder, denn die kommen von ganz allein, auch ohne Silvesterzeugs.
Ganz oft höre ich von irgendwem, man wäre für irgendwas zu alt. Zu alt, um mit dem Rauchen aufzuhören, zu alt, um Kinder zu kriegen, zu alt, um albern zu sein, zu alt, um dies oder jenes zu tun oder zu lassen. Ich dachte immer, ich wäre mit meinen gesetzten über-vierzig-Jahren zu alt, um noch mal irgendeinen Sport anzufangen. Dazu muss man jung und geschmeidig sein, sonst bricht man sich was oder kriegt nen Herzinfarkt.
Is gar nicht so.
In meinem Köpfchen hatte sich vor einiger Zeit schon ein Gedanke festgeigelt, der mich in die Turnschuhe zwingen wollte. Mein Alter Ego war der Meinung, ich müsste mal hoch vom Stuhl und raus auf die Straße, was ich wohl auch tue, aber immer sehr ... gemach, gemach.
Ich bin sooo unsportlich, immer wenn es anstrengend wird, muss ich mich setzen und bin schon vom Hinschauen außer Atem. Als alte Rettungsschwimmerin gehört Bewegung außerhalb des Wassers nicht grade zu dem, was ich mir je freiwillig antun würde ... dachte ich so.
Aber ich hab's getan: Ich hab meine Füße entdeckt, hab mir das erste Mal seit zwanzig Jahren wieder Turnschuhe gekauft, meine vierbeinigen Tyrannen gepackt und bin gelaufen. Ja, richtig, ge-lau-fen. Gejoggt quasi, sagt man ja so. Und das war richtig gut. Und gar nicht schlimm.
Das war nicht nur gut und nicht schlimm, das war göttlich. Gelobt sei 2007 auch ohne Vorsätze.
Und was hat jetzt schreiben mit joggen zu tun?
Ganz einfach: Es passt zusammen. Der permanent volle Kopf mit dem vielen chaotischen Zeug drin, das man von Zimmer zu Zimmer, von Haus zu Auto in Laden und zurück, von hier nach dort auf automatisierten Rädern mit sich schleppt, leert sich plötzlich. Und wenn man ausgepowert wieder daheim ankommt, ist plötzlich Platz für andere Gedanken da. Kreative Gedanken, einfache Denkschleifen und freundliche Ideen. Zeit für Glückshormone sozusagen.
Ich denke, Laufen, einfaches ordinäres Laufen ohne Stöcke und Fremdwörter, ohne Trends und Gruppenzwang, ohne Terminkrempel oder Stoppuhr und wann immer mir danach ist, wird dieses Jahr zu den Dingen gehören, die ich oft tue. Richtig oft.
SabineD - Jan 5, 13:27
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