06. 02. 07

Ich bin spät

- heute. Meine Güte, es ist nach halb zehn. Freizeit. Doch ich spaziere noch immer durch die virtuelle Welt, oder sagen wir: schon wieder. Es gibt viel zu lesen in diesen Tagen. Spaßiges, Deprimierendes, Neues, Überflüssiges, Spannendes ... und überhaupt - lesen. Langsam freunde ich mich mit Hörbüchern an. Heute zwei Stück runtergeladen, die ich mir morgen vorlesen lasse, während meine Augen entspannt über die Texte meiner Arbeit gleiten werden. Ob das ein stabiler Markt für die Zukunft ist? Stelle mir gerade mit leichter Gänsehaut vor, eines meiner vielen erfolgreichen Bücher, die ich noch schreiben muss, würde vertont - von Angela Merkel oder so. Gesprochene Wort-Taten, schon geschrieben oft zum gruseln. Aber auf die Ohren? Weiß nicht recht ... ist das erstrebenswert?
Nachdem ich mich zur Klingglöckchenzeit einmal habe aufraffen können, ein ... eine ... einen ... Podcast ... Potkast ... pott kaas ... what ever ... vollzuquatschen, fällt völlig flach, dass ich je selbst so ein Hörbuch besprechen werde.
Aber - anderer Leute Bücher tönen ganz nett, das muss ich neidlos zugeben.
Meine nächste Anschaffung wird also ein MP Apple Ei-Pott oder dergleichen sein. So ein flaches Ding, wo man regalweise Bücher und Musik-CDs reinpacken kann. Das nehme ich dann zum Laufen mit in den Wald oder an den Fluss (ho ho ... unsere Lahn ein Fluss).
Selbstgespräche sind auf Dauer ziemlich unkonstruktiv.

Ich glaube, Hörbücher gehen an unsere ältesten Urinstinkte: vorlesen ... Märchen hören ... Stimmen aufnehmen ... sich fallen lassen und eintauchen ... Ich erinnere mich, dass ich elendig gerne zugehört habe, wenn mir früher jemand etwas vorlas. Langsam und deutlich (so wie heute, über 40, da gibt es diese T-Shirts (ich hab eins davon), auf denen steht: "ich bin ü 40, sprechen Sie langsam und deutlich und tragen Sie mich bei Bedarf über die Straße, machen Sie keine Witze über meine Dritten und nehmen Sie mir nicht zum Spaß das Hörgerät weg" o.ä.).
Es kommt auch immer auf die Stimme an. Es gibt Menschen mit schrecklich aufregenden Stimmen. Verona Poth zum Bleistift. Oder eine meiner Nachbarinnen, die schon beim Lachen klingt wie ein Uhu mit Schluckauf. Beim Reden genau so.
Nein, ich läster nicht mit Absicht, aber solche Stimmen lenken einfach vom Wortsinn ab. Ein Vorleser braucht eine angenehme Stimme, die zum Text passt.

Was schreib ich hier eigentlich? Ich schweife ab ... wie so oft. Machen wir es also kurz:
Falls jemand eine nette Hörbuchempfehlung hat - ich höre.

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Wer lesen kann, ist - klar - im Vorteil


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Lauf, Jane, lauf


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Die Therapie. Psychothriller


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Peter James, Susanne Goga-Klinkenberg, Susanne Goga- Klinkenberg
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Lisa Jackson, Elisabeth Hartmann
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