Selbstverständlich koste ich Geld
Und gleich noch einen hinterher, des Selbstbewusstseins wegen ;)
Man ist manchmal einfach nur blöde. Oder braucht eine Zeit, bis man begreift, wessen Kindes Wert man (frau) hat.
Ist es eigentlich typisch für uns Frauen, besonders für uns Freiberufliche, dass wir ständig über den Tisch gezogen werden oder werden sollen?
Letztens gab es eine heiße Diskussion unter uns seelenverwandten Krimiautorinnen. Da stritten die, die ausschließlich gegen Geld publizierten, lasen und Texte zur Verfügung stellten, mit denen, die noch relativ „frisch“ und daher dankbar sind, wenn sie überhaupt Möglichkeiten bekommen, ihre Texte vorzustellen und erste Wahrnehmung erfahren. Das macht natürlich stolz und glücklich und die Argumente waren auf beiden Seiten nachvollziehbar.
Doch die Idee, dass Schreiben etwas ist, das man freiwillig und unentgeltlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt oder zumutet, je nach dem, schmeckt süß-sauer. Natürlich, wenn ich manisch schreibe und vor Lust sprühe, habe ich bei vielen Dingen kein Problem damit, wenn es jemand „für lau“ liest, auf der anderen Seite ist es tatsächlich ein Job, der teilweise schon in die Kategorie harte Arbeit rutscht. Da haut mir mein innerer Schweinehund ganz schön um die Ohren, wenn ich mich, nett danke sagend, verbeuge und froh bin, wenn wer was von mir liest oder geschrieben haben will.
Ähnlich war es zu Beginn in meinem Job. Ich habe mich vor lauter Zuvorkommenheit schier überschlagen, probegearbeitet, umsonst getextet, korrigiert und gelesen, Stunden in Recherchen gesteckt und dabei auf Honorar verzichtet … manchmal freiwillig, weil ich einfach nur dämlich war und dachte, mit Freundlichkeit lassen sich Kunden machen (ja, so dämlich), manchmal gezwungener Maßen, weil meine Kundschaft sich in Nichts auflöste. Und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mir über meine eigene Blödheit und Vertrauensseligkeit in den Arsch gebissen habe.
Aber das sind Erfahrungswerte, die man machen muss, um zu lernen, dass es so falsch ist.
Vor kurzem fragte mich jemand, ob ich nicht Interesse hätte, regelmäßig für seine Zeitung zu schreiben. Natürlich war ich gleich Feuer und Flamme, auch, weil mir das Thema sympathisch war. Dann fragte ich nach den Bedingungen und erhielt erstaunt zur Antwort: „Wie? Sie wollen Geld dafür? Das geht aber nicht, seien Sie doch froh, dass Sie diese Chance überhaupt bekommen, andere würden sich alle 10 Finger danach lecken.“
Vor ein paar Jahren hätte mich das zutiefst beeindruckt. Doch heute bekam dieser jemand von mir zur Antwort: „Dann müssen wohl die anderen schreiben. Ich bin aus dem Alter raus, wo ich an meinen Fingern lecke.“
Man mag darüber denken, was man will, doch eins ist ziemlich sicher: Wenn ich arbeiten soll, koste ich selbstverständlich Geld.
Man ist manchmal einfach nur blöde. Oder braucht eine Zeit, bis man begreift, wessen Kindes Wert man (frau) hat.
Ist es eigentlich typisch für uns Frauen, besonders für uns Freiberufliche, dass wir ständig über den Tisch gezogen werden oder werden sollen?
Letztens gab es eine heiße Diskussion unter uns seelenverwandten Krimiautorinnen. Da stritten die, die ausschließlich gegen Geld publizierten, lasen und Texte zur Verfügung stellten, mit denen, die noch relativ „frisch“ und daher dankbar sind, wenn sie überhaupt Möglichkeiten bekommen, ihre Texte vorzustellen und erste Wahrnehmung erfahren. Das macht natürlich stolz und glücklich und die Argumente waren auf beiden Seiten nachvollziehbar.
Doch die Idee, dass Schreiben etwas ist, das man freiwillig und unentgeltlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt oder zumutet, je nach dem, schmeckt süß-sauer. Natürlich, wenn ich manisch schreibe und vor Lust sprühe, habe ich bei vielen Dingen kein Problem damit, wenn es jemand „für lau“ liest, auf der anderen Seite ist es tatsächlich ein Job, der teilweise schon in die Kategorie harte Arbeit rutscht. Da haut mir mein innerer Schweinehund ganz schön um die Ohren, wenn ich mich, nett danke sagend, verbeuge und froh bin, wenn wer was von mir liest oder geschrieben haben will.
Ähnlich war es zu Beginn in meinem Job. Ich habe mich vor lauter Zuvorkommenheit schier überschlagen, probegearbeitet, umsonst getextet, korrigiert und gelesen, Stunden in Recherchen gesteckt und dabei auf Honorar verzichtet … manchmal freiwillig, weil ich einfach nur dämlich war und dachte, mit Freundlichkeit lassen sich Kunden machen (ja, so dämlich), manchmal gezwungener Maßen, weil meine Kundschaft sich in Nichts auflöste. Und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mir über meine eigene Blödheit und Vertrauensseligkeit in den Arsch gebissen habe.
Aber das sind Erfahrungswerte, die man machen muss, um zu lernen, dass es so falsch ist.
Vor kurzem fragte mich jemand, ob ich nicht Interesse hätte, regelmäßig für seine Zeitung zu schreiben. Natürlich war ich gleich Feuer und Flamme, auch, weil mir das Thema sympathisch war. Dann fragte ich nach den Bedingungen und erhielt erstaunt zur Antwort: „Wie? Sie wollen Geld dafür? Das geht aber nicht, seien Sie doch froh, dass Sie diese Chance überhaupt bekommen, andere würden sich alle 10 Finger danach lecken.“
Vor ein paar Jahren hätte mich das zutiefst beeindruckt. Doch heute bekam dieser jemand von mir zur Antwort: „Dann müssen wohl die anderen schreiben. Ich bin aus dem Alter raus, wo ich an meinen Fingern lecke.“
Man mag darüber denken, was man will, doch eins ist ziemlich sicher: Wenn ich arbeiten soll, koste ich selbstverständlich Geld.
SabineD - Mrz 2, 20:30
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