Das Literaturcafé schreibt da ja einen weiteren
netten Beitrag über den schwedischen Elch.
Das ist die perfekte Welle, würde ich meinen. Vermutlich hat es sich da jetzt schnell ausgeröhrt.
Meine letzte feste Nahrungsaufnahme liegt jetzt ziemlich genau 40 Stunden zurück und bisher blieb die Gier nach Essen aus. Gestern habe ich es auf ca. 5 Liter Flüssigkeit geschafft - aufgeteilt in 3 Liter Tee, 1,5 Liter Wasser und 0,5 Liter Brühe - womit sich der Magen, der immer wieder leichte Knurrversuche unternahm, einigermaßen zufrieden gab. Besonders gut schlafen konnte ich zwar heute Nacht nicht, aber ich bin nicht sicher, ob es am Verzicht oder doch an
Freitag der 13 lag.
Im Augenblick fühlt sich meine Mitte an, als hätte ich Kissen verschluckt und die Federn schon ausgesch...
Mit dem Beginn des Jahres wurden uns neue Fußfesseln angelegt, über die in allen Medien ausführlich berichtet wurde. Wollen doch mal sehen, was noch nicht verboten oder unter Bewachung gestellt wurde.
Zigaretten dürfen noch legal erworben werden. Die Benutzung selbiger ist ebenfalls weiterhin erlaubt, sofern man dies in seinen eigenen vier Wänden tut. Lebt man auf Miete, sollte man sich allerdings die Erlaubnis seines Vermieters besorgen. Durch die damit verbundene Vergilbung und den Verschleiß von Innenräumen sollen künftig Renovierungszuschüsse von staatlicher Seite möglich sein, da wegen der entlastenden Einflüsse auf die Umwelt Gelder frei werden.
Das Internet funktioniert entgegen aller Erwartungen weiterhin. Bisher ist mir noch keiner der Man-in-Black begegnet. Vorsicht geboten ist allerdings bei bestimmten Suchmaschinen-Suchworten. Wer hier nicht sehr sensitiv forscht, könnte schnell Besuch bekommen.
Mails dürfen weiterhin geschrieben werden. Wer sie allerdings außer dem Versender und Empfänger noch liest und sich darüber lustig macht, bleibt unbekannt. Wissenschaftler der Universität Klein Bloggersdorf arbeiten derzeit intensiv an der Entwicklung einer eigenen Sprache.
Autobahnen sind nach wie vor für alle offen. Allerdings sollte man sich hüten, sie beim Namen zu nennen und sie stattdessen in Geschenkpapier einpacken. Etwa wie "Ich bin gerade am Rastplatz Donnerkuppe vorbeigefahren". Wer das vergisst, könnte schnell was wegen Volksverhetzung auf den Deckel kriegen.
Die Benutzung von Handys bleibt bis auf weiteres erlaubt. Allerdings gibt es Einschränkungen für Call-Center-Arbeitnehmer, die ab sofort nur noch zwischen 01:25 und 01:37 Werbeanrufe tätigen dürfen.
Auch das Fernsehen ist weiterhin gestattet. Da in den Regierungsreihen fleißig am Dummie für den Elternführerschein gebastelt wird und anzunehmen ist, dass künftig deswegen viele Kinder und Jugendliche wieder vor Mitternacht ins Bett geschickt werden, haben die Privaten sich darauf geeinigt, Talkshows, Erotik- und Horrorfilme jetzt ins Nachmittagsprogamm zu nehmen.
Gewalt an Schulen wird auch 2008 ausnahmslos toleriert. Wer allerdings auf frischer Tat ertappt wird, muss ein Seminar in Pisa besuchen und gemeinsam mit anderen Kursteilnehmern versuchen, den schiefen Turm wieder gerade zu stemmen.
Jungen Eltern bleibt es auch weiter erlaubt, ihre Babys auf dem Weg von der Entbindungsstation in Krippen abzugeben, solange sie sie bei der Ausschulung pünktlich abholen. Ebenso bleibt noch mindestens für dieses Jahr das Kindergeld erhalten, allerdings zeichnet sich ab, dass es ab kommendem Jahr den Krippenplätzen zugute kommt, um die steigenden Kosten für eine regelmäßige psychologische Betreuung zu gewährleisten.
Alkohol wird nach wie vor Wirtschafts- und Steuerstandbein Nummer 1 bleiben, solange die Anzahl der praktizierenden Alkoholiker nicht sinkt. Um dem entgegenzuwirken, soll die Auslieferung diverser Marken und Mixe eingegrenzt, stattdesssen der Promillegehalt der verbleibenden angehoben werden.
Gewalt- und Ballerspiele sind auch weiterhin käuflich. Wer zusätzlich noch einen Amok-Ausweis besitzt, darf sich beim Kauf eines neuen Spiels über ein Gratisspiel freuen.
Das Onlineauktionshaus Ibäi setzt zusammen mit der Kripo auf ein neues Konzept, um die ansteigende Kriminalitätsrate in den Griff zu bekommen. Das Pilotprojekt startet im Sommer in Hessen und während eines Probezeitraums von 4 Wochen soll es erlaubt sein, alles Mögliche und Unmögliche zu verkaufen, ohne die Verpflichtung, es überhaupt zu haben oder versenden zu müssen. Man erhofft sich durch die legalisierte Kriminalität einen bedeutenden Anstieg der allgemeinen Kaufkraft und eine schlagartige Entlastung der Ermittlungsbehörden und Gerichte.
Na, das geht ja noch.