Es ist vollbracht, der 10. Fastentag ist da. Ins Auge gefasst hatte ich zwischen 10-14 Tage, doch weil ich in diesem Jahr die gesamte Fastenzeit länger ausdehne als sonst, soll die nahrungslose Zeit hiermit enden.
Ab heute Abend bzw. ab morgen wird dann wieder gefuttert. Was jetzt folgt, sind 10 Wochen, in denen auch weiterhin auf Fleisch, Fett, Süßes und Alkoholisches verzichtet wird.
Da ich ein bekennender Salat- und Suppenfreak bin, habe ich mir schon während der Nix-Phase etliche leckere Rezepte rausgesucht, die ich in der nächsten Zeit ausprobieren werde. (Dank an
Susanne für den Tipp, während des Fastens Kochbücher zu lesen)
Vorzugsweise solche, von denen man auch essen kann, bis man satt ist.
Für den Anfang werde ich mich nachher erst mal in die Küche stellen und einen ordentlichen Topf Minestrone aufsetzen - ohne Speck, Nudeln und Salz, dafür mit viel Geschmack.
Salz ist übrigens ziemlich überflüssig, wenn man einen gut sortierten Gewürzbestand hat. Und den habe ich glücklicherweise.
Für ein Fasten-Resümee ist's sicher noch zu früh, das werde ich wohl erst um die Osterzeit herum ziehen. Und vermutlich werde ich die Fastenrubrik ab jetzt auch nicht mehr täglich bestücken - womit auch?
Aber bis jetzt kann ich sagen, dass mir die 10 Tage absolut nicht geschadet, sondern sehr gut getan haben.
Der Hunger hielt sich sehr in Grenzen, es war sporadisch mehr die Lust auf Kauen und gelegentliche Düfte, die mich haben sabbern lassen. Ansonsten und vom Körpergefühl her war es absolut in Ordnung. Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Heißhungerattacken oder übermäßige Schlaflosigkeit blieben aus, was mir sagt, dass ich alles richtig gemacht habe. Und - klar - ein bisschen Masse ist auch verschwunden. Bleibt nicht aus, wenn man dem Body die gewohnten Kalorien verweigert und er sich mit flüssigen Ersatzdrogen zufriedengeben muss.
Eigentlich ist es wie immer - erst mal anstrengend und die Hürde, den Anfang zu kriegen, muss halt genommen werden, - doch zurück bleibt ein samtiges Gefühl, das, bleibe ich in den kommenden Wochen weiter brav, auch noch lange anhalten wird.
Das Schöne daran ist das Umdenken, das - jedenfalls bei mir - in dieser Zeit und der nachfolgenden passiert: Dieses "darf-ich-nicht-Ding" ist einem "brauch-ich-ja-gar-nicht-Ding" gewichen. Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, mir irgendwas versagen zu müssen, die die Palette der Alternativen ist groß genug, um den inneren Schweinehund handzahm zu halten.
Von daher ist der Verzicht auch kein Verzicht, der weh tut.
Und das ist gut so.