17. 04. 08

???

Weiß eigentlich jemand, wie das genau mit dem Dosenpfand ist? Heute ist ja mein streitbarer Tag. PMS sagen manche dazu, bei mir heißt das anders, aber das Resultat ist dasselbe.
Gehe ich vorhin mit einem Häufchen Plastikmüll - dabei auch zwei Dosen mit so'nem Bier, dass HerrD von irgendwoher mitgebracht hat - in den SaublödSupermarkt, und die Deppen sagen doch glatt: Verkaufen wir nicht, nehmen wir nicht.
Ha, sage ich und zeige auf das Lable, womit ich Pfandzeug identifiziere ... Nö, juckt nicht. Verkaufen wir nicht, nehmen wir nicht.
Dürfen die das? Oh, wehe wenn nicht. Dann gibt's aber beim nächsten Mal Mecker. Versprochen.

K(l)eine Geheimnisse

Ich liebe Telefon, keine Frage. An manchen Tagen telefoniere ich so viel, dass sich mein linkes Ohr abends anfühlt, als hätte ich mir eine Autotür dagegen geschlagen. Mittlerweile wissen auch die meisten Menschen in meinem engeren Umfeld - inklusive der Freundescliquen meiner Brut - dass hier, in diesem Haus, zumindest Montag- bis Freitagabend ab 20:15 Uhr keine Sprechstunde mehr ist. Wohlgemerkt: wissen. Interessieren tut es die wenigstens, die liebe Verwandtschaft und so manche Kunden, die oft nicht mal welche sind, eingeschlossen.
Während ich peinlich darauf achte, die Serienliebhaber und Nachrichten- oder Sportschaujunkies möglichst nie zu Zeiten anzuklingen, in denen sie ihren Leidenschaften nachgehen, schert sich kein Schwein darum, dass auch FrauD ihre Zeiten hat, zu denen sie im Gammellook, irgendwas Leckeres naschend und in Couch-Potato-Stellung vor dem TV hockt, um sich ihre Lieblinge anzuschauen. Horatio Caine, Mac Taylor, Gregory House, Robert Goren, Shark oder Crossing Jordan sind nun mal wichtige Personen, mit denen ich mich abends gerne beschäftige.
Mindestens genauso gerne, wie die Fans der Lindenstraße, die über den Dauerbrenner alt, runzelig und grau werden oder geworden sind.
Unser Großer nennt ein Handy sein eigen, aber wen holen die heranwachsenden Banausen abends vom Sofa? Und unsere Kurze hat noch nie erzählt, dass sie morgens in der Schule alleine am Unterricht teilgenommen hat; dennoch ist "after Eight" die bevorzugte Zeit einiger ihrer Klassenkameraden, um sich von ihr lautstark telefonisch die Hausaufgaben für den kommenden Tag erklären zu lassen. Und wenn MamaD um halb neun völlig verstört verkündet, dass ... ach du liebe Zeit, der Doktor X ist ja völlig plötzlich gestorben ... atme ich erleichtert auf, denn Dr. House lebt ja noch.
Ich meine, ob ich nun abends oder am nächsten Morgen, wenn ich eh auf alles gefasst bin, davon erfahre, ist dem Verstorbenen sicher wurscht. Freunde, die man so lange nicht gesehen hat, dass man, melden sie sich am Telefon, erst mal überlegen muss, woher man den Namen noch mal kennt, suchen sich auch am liebsten Zeiten aus, in denen ich wünschte, ich hätte sie nie kennengelernt. "Ich wollte dich schon seit Ewigkeiten mal anrufen, heute Abend habe ich endlich dran gedacht." Na klar, es wird dunkel und der Krimi-Einspieler lässt das Adrenalin steigen, die ersten Toten flimmern in Nahaufnahme über den Schirm, da kann einem zweifelsfrei FrauD in den Sinn kommen. Verstehe ich absolut. Ich arbeite ja auch erst seit ungefähr 8 Jahren zuhause und bin deshalb tagsüber unerreichbar.
Das denken auch erstaunlich viele Leute, die mit der Idee spielen, mich vielleicht beruflich für irgendwelche Sachen anzuheuern. Dass abends gegen 21:00 Uhr noch eine gut gelaunte Lektorin und Texterin ans Telefon springt, auch ganz selbstverständlich noch am Computer hockt und in Echtzeit mal eben ein paar Seiten aufrufen kann, um konzentriert irgendwelche Eindrücke kundzugeben, Preise aus dem Ärmel zu schüttern oder mal eben einen aussagekräftigen Slogan ins Telefon haucht, ist doch logisch. Wenn nicht nach neun abends, wann denn dann?

Meiner Gestörten-Stimmung nachzugeben würde bedeuten, Beziehungen zerbrechen zu lassen, Streitereien zu provozieren, potenzielle Auftraggeber zu verlieren und mich dem Vorwurf, Fernsehen sei mir wichtiger als meine Mitmenschen, auszusetzen.
Das ist auch so um diese Zeiten, jedenfalls dann, wenn es nicht um Leben und Tod geht oder ausgemacht war, dass wir eben dann und dann telefonieren, und ich fühle mich gar nicht schlecht dabei, denn die allermeisten total wichtigen Botschaften, das Geschwafel von Gelangweilten, die saublöden AB-Maßnahmen, die in 99% aller Fälle sowieso zu nichts führen – und vor allem die mehr als überflüssige Frage „Stör’ ich?“ – wären sich meiner Aufmerksamkeit bedeutend sicherer und würden ehrlichere Antworten und Kommentare erhalten, würden sie vor 20:15 Uhr mein Ohr erreichen.

Und am allermeisten hasse ich die Anrufe über R-Call-Nummern von den Kollegen meiner Kids, deren Prepaid-Karten chronisch leer sind und die mich trotz der eindeutigen und mehrfachen Erfahrung, dass ich diese Telefonate ganz bestimmt weder annehmen und damit auch nicht bezahlen werde – schon deshalb, weil sie mich von der Couch reißen – es immer und immer wieder versuchen. Bevorzugt nach 20:15 Uhr.

Es ist mir scheißegal, für mein Serienfieber mitleidige Blicke oder Kommentare zu ernten. Mir gefällt das, ich will dabei nicht gestört werden und ich stehe von morgens bis abends zur Verfügung, für jeden und alles, und finde, dass ich mir die ein, zwei Stunden verdient habe.
So!

Faire Verlage

Aktionsbündnis für faire Verlage

Guten Tag!

Sie lesen hier Beiträge eines realitätsfernen Wesens vom Olymp der Buchstaben. Ungeschönt, unbegründet, unsachlich, unerotisch, unnötig, einfach nur dahergesagt. Kümmern Sie sich nicht weiter drum, es will Ihnen nichts sagen, es hat nur Langeweile. Bevor es beißt, bloggt es lieber. Sollten Sie versehendlich vorbeigekommen sein, gehen Sie lieber wieder. Hier gibt's weder Gutscheine noch Werbegeschenke und Entertainment suchen Sie hier vergeblich. Sind Sie allerdings mit Absicht hier - tja, dann ist Ihnen nicht zu helfen.

Was sagen?

Verjährtes

April 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 6 
10
11
13
15
16
20
25
27
29
 
 
 
 
 

Wer lesen kann, ist - klar - im Vorteil


Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher


Joy Fielding
Lauf, Jane, lauf


Astrid Lindgren
Die Brüder Löwenherz



Susanne Mischke
Liebeslänglich



John Katzenbach, Anke Kreutzer
Der Patient





Sebastian Fitzek
Die Therapie. Psychothriller


Simon Beckett, Andree Hesse
Die Chemie des Todes


Simon Beckett
Kalte Asche



John Katzenbach, Anke Kreutzer
Das Opfer


Peter James, Susanne Goga-Klinkenberg, Susanne Goga- Klinkenberg
Stirb ewig.


Karin Slaughter, Teja Schwaner
Belladonna.


Lisa Jackson, Elisabeth Hartmann
Shiver. Meine Rache wird euch treffen

Norbert Heinrich Holl
Normans Geheimnis

Suche

 

Ich seh dich


Bücher-Blog
Crime-Blog
Ego-Blog
Fastenblog
Hosentaschen-Krimis
Job-Blog
Naturbreit
Rock-Blog
Schimpf-Blog
Schreib-Blog
Staun-Blog
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren