Gelesen und für ungut befunden
Ich weiß nicht viel über Natsuo Kirino, die Autorin von Teufelskind. Wenn ich recht überlege, eigentlich nur, dass sie eine japanische Schriftstellerin ist, von der zurzeit zwei Bücher debattiert werden, wovon FrauD offenbar das schlechtere erwischt hat.
Es geht um Folgendes:
Eine um die 40-Jährige, die elternlos in einem Puff und einem Kinderheim aufgewachsen ist, macht sich auf, ihre Umwelt zu verschlanken, während sie nach ihrer wahren Mutter sucht. Von ihr hat sie lediglich ein Paar alte Latschen, mit denen sie sich gelegentlich unterhält. Ansonsten ist sie damit beschäftigt, Menschen, die ihr irgendwann mal quer gekommen sind, unter die Erde zu bringen.
Das Teufelskind hat mich gestern Nachmittag für eine Weile in Anspruch genommen und ich muss gesehen, es war nicht die beste Weile, die ich mit einem relativ kurzen Buch verbracht habe.
Eigentlich tue ich mich schwer damit, Bücher nach "schlecht" oder "gut" zu beurteilen, denn wenn sie auch das unterste Level meines persönlichen Geschmacks erreicht haben, so kann ich immerhin noch anerkennen, dass jemand Arbeit damit hatte.
Warum die Autorin eines solchen Buchs wichtige Literaturpreise verdient haben soll, geht mir gerade total ab.
Es hat mich verwirrt, verwundert und verärgert zurückgelassen. Teilweise, weil hier japanisch-kulturelle Dinge einfließen, die mir fremd sind, an die man sich aber vielleicht noch gewöhnen könnte. Völlig undurchsichtig für mich die fremden Namen; schon die beiden beginnenden Hauptfiguren Misaë und Minoru mit ihrer absurden Geschichte konnte ich bis zu deren Verbleichug nicht auseinanderhalten.
Teilweise, weil die Figuren, die in einigen Rezensionen als "eindrücklich" gezeichnet beschrieben werden, überwiegend abgedrehte Freaks sind, lieblos dahingeknallt und bestückt mit den übelsten Wesensarten, zu denen Menschen fähig sind. Teilweise, weil der rote Faden der Geschichte sich den tiefen Gründen der menschlichen Seele widmen will - jedenfalls sei das hier angenommen - aber nur oberflächlich daran herumkratzt, während parallel schön gemetzelt wird, ohne das man automatisch mitbekommt, wieso, wer, weshalb, warum ...
Kaputte Gestalten, die durch eine kaputte Story gejagt werden und letztendlich ein kaputtes Buch ergeben, an dem man vermutlich mehr Freude hat, wenn man es zum Grill anzünden benutzt.
Schade immer wieder, dass so ein Auslandskram deutsche Verlage überzeugt, aber nationale Autoren wirklich spannender und gut ausgearbeiteter Geschichten und Figuren sich an denselben Klinken dieser Verlage die Hände wundscheuern.
Es geht um Folgendes:
Eine um die 40-Jährige, die elternlos in einem Puff und einem Kinderheim aufgewachsen ist, macht sich auf, ihre Umwelt zu verschlanken, während sie nach ihrer wahren Mutter sucht. Von ihr hat sie lediglich ein Paar alte Latschen, mit denen sie sich gelegentlich unterhält. Ansonsten ist sie damit beschäftigt, Menschen, die ihr irgendwann mal quer gekommen sind, unter die Erde zu bringen.
Das Teufelskind hat mich gestern Nachmittag für eine Weile in Anspruch genommen und ich muss gesehen, es war nicht die beste Weile, die ich mit einem relativ kurzen Buch verbracht habe.
Eigentlich tue ich mich schwer damit, Bücher nach "schlecht" oder "gut" zu beurteilen, denn wenn sie auch das unterste Level meines persönlichen Geschmacks erreicht haben, so kann ich immerhin noch anerkennen, dass jemand Arbeit damit hatte.
Warum die Autorin eines solchen Buchs wichtige Literaturpreise verdient haben soll, geht mir gerade total ab.
Es hat mich verwirrt, verwundert und verärgert zurückgelassen. Teilweise, weil hier japanisch-kulturelle Dinge einfließen, die mir fremd sind, an die man sich aber vielleicht noch gewöhnen könnte. Völlig undurchsichtig für mich die fremden Namen; schon die beiden beginnenden Hauptfiguren Misaë und Minoru mit ihrer absurden Geschichte konnte ich bis zu deren Verbleichug nicht auseinanderhalten.
Teilweise, weil die Figuren, die in einigen Rezensionen als "eindrücklich" gezeichnet beschrieben werden, überwiegend abgedrehte Freaks sind, lieblos dahingeknallt und bestückt mit den übelsten Wesensarten, zu denen Menschen fähig sind. Teilweise, weil der rote Faden der Geschichte sich den tiefen Gründen der menschlichen Seele widmen will - jedenfalls sei das hier angenommen - aber nur oberflächlich daran herumkratzt, während parallel schön gemetzelt wird, ohne das man automatisch mitbekommt, wieso, wer, weshalb, warum ...
Kaputte Gestalten, die durch eine kaputte Story gejagt werden und letztendlich ein kaputtes Buch ergeben, an dem man vermutlich mehr Freude hat, wenn man es zum Grill anzünden benutzt.
Schade immer wieder, dass so ein Auslandskram deutsche Verlage überzeugt, aber nationale Autoren wirklich spannender und gut ausgearbeiteter Geschichten und Figuren sich an denselben Klinken dieser Verlage die Hände wundscheuern.
SabineD - 25. Mai, 14:11
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