23. 01. 08

Wie Arbeit geht

Sein eigener Herr, Chef und Meister sein, das ist verlockend und nett. Nach acht bis 12 Jahren sollte ich wissen, dass Strukturen aber auch in solche Alltage gehören und man besser mit ausgetüftelten Plänen in den Arbeitstag steigt. Selbst wenn man sich abends darüber kaputt lacht, weil solche Pläne so gut wie immer durchkreuzt werden. Meist von einem selbst.
Jetzt ist mir allerdings ein Patzer passiert, der peinlich ist. Eine sich ziemlich schleppende Sache, in der es um einen potenziellen Auftrag geht, habe ich doch glatt versemmelt und muss jetzt schauen, ob ich das noch gebügelt bekomme. Ich hatte nämlich versprochen, eine Arbeitsprobe abzuliefern. Will sagen, einige wenige Seiten eines Manuskripts probezulektorieren. Und das am Montag. Höhöhö.
Normalerweise mache ich so einen Scheiß nicht mehr - also auf Probe arbeiten. Aber ... kann man denn immer nur auf Prinzipien rumreiten?
Versprochen ist aber versprochen. Meist halte ich mich auch dran.
Vermutlich steht jetzt vergeudete Lebenzeit ins Haus und mich erwartet entweder ein Anschiss, eine Nichtantwort oder ein "Auftrag ist schon weg".

Das sind solche Momente, da wünsche ich mir dringend einen Chef, der mir stündlich sagt, was ich machen muss. Eine Arbeit, in der eben auch bezahlt wird. Nach Leistung oder meinentwegen auch nur Anwesenheit.
Werde ich eigentlich nie gescheit?

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arbiter (anonym) - Jan 23, 11:57

Seit wann wird in unserrer Sklavengesellschaft nach Leistung bezahlt? Wir leisten uns doch Ackermann. Da bleibt nix mehr! Wär SabineD längst wegrationalisiert. Langt dann nicht mal fürn dämliches Nokia. Aber sonst: schaffe, schaffe! Nix Effe!

SusanneM - Jan 24, 09:57

Und wozu

hast du denn deine Praktikantin, häh?

SabineD - Jan 24, 10:22

Die muss doch schreddern nach der Räumaktion von letzter Woche. Das kann noch dauern.

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