arbiter (anonym) - Jan 31, 00:42

Gehen wir mal davon aus, der Durchschnitts-IQ ist 100, auch wenn George W. mit 96 auskommen muß, dann hat der falsche BMI weniger was mit Bildung/Ausbildung/Intelligenz zu tun, sondern mit den sozialen & finanziellen Verhältnissen. Dazu hier und da eine gewisse Zahl von Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes melitus -oft latent!- , auch einige andere Krankheitsbilder, Genetik, psychische Faktoren einer ins Gegenteil verkehrten Bulimie, Frustfresser, Genußesser der besonders intelligenten Art, schon sind die Dicken alle beisammen, aber keineswegs die Doofen! Doof ist die "nationale Verzehrstudie", weil sie angetreten ist, eine Prämisse zu beweisen. Die Schlußfolgerung war Ausgangslage. Allerdings ernähren sich die Leute mit der wenigsten Kohle am ungesundesten, manche so ungesund, daß sie vom Fleisch fallen. Trauen soll man halt nur der Statistik, die man selber gelogen hat. ;-)

SabineD - Jan 31, 07:34

Ich denke, den psychischen Faktoren sollte man hier auch mehr Aufmerksamkeit widmen als den bildungstechnischen, auch wenn das vielleicht oft Hand in Hand geht.
Was die Studie damit beweisen will, ist mir so schleierhaft wie die meisten anderen Studien auch. Aber wenn ich mein persönliches Studienumfeld so betrachte, dann fällt mir auf, dass es in den unteren Sozialschichten vermutlich die meisten Menschen mit Essstörungen gibt. Und zwar in beide Richtungen: Die Dicken wie die Dürren. Dass Lebensstandard und finanzielle Möglich- oder Unmöglichkeiten schwer aufs Gemüt schlagen und demzufolge auch den Körper beeinflussen, glaube ich ungesehen. Und bei einigen "Unterschichtlern" - um mal dieses hässliche Wort zu benutzen - die ich persönlich kenne, weiß ich sehr genau, dass es nicht an unzureichender Bildung liegt, dass sie eben zu jener Schicht gehörig sind. Da spielen oft ganz andere Lebensstolpersteine eine Rolle.
Wenn ich meine eigene Statistik so erlüge, würde ich fast meinen, dass Perspektivelosigkeit, fehlende Annerkennung im Allgemeinen wie im Besonderen und oft begleitend mangelnde finanzielle und soziale Möglichkeiten, übelsten Druck übers ganze Jahr ausüben, weil man sich einfach nix gönnen kann, einen großen Teil Schuld daran haben, dass Menschen Energie verlieren und amstumpfen, auch und besonders gegenüber sich selbst.
arbiter (anonym) - Jan 31, 11:03

Ist das hier nicht bißchen viel der Ehre für so`n bißchen Statistik?! Gesundheit ist das "körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden". Na, und wer sich z.B. in seiner Haut aus einem von den drei Gründen nicht wohl befindet, kann bewußt oder unbewußt durch Nahrungsaufnahme Beeinflussung versuchen und dabei unabhängig vom IQ aus dem Leim gehen. Außerdem ist es einfacher, mit wenig Kohle viele ungesunde Nahrungsmittel zu kaufen als mit dickem Zaster.

Der Bio-Laden bewahrt vor nichts! Anfangs warens über 90%, wo nicht drin war, was draufsteht, inzwischen sinds immer noch über 60%. Und es war schon immer etwas teurer, einen besonderen Geschmack zu haben. Die Selbsterfahrung übers Fasten zeigt doch was auf von den Mechanismen der Selbstbeschränkung, die in der Idioten-Studie untern Tisch fallen. Wie wenig der soziale Status mit IQ zu tun hat, läßt sich ja nun wirklich im persönlichen Umfeld abgreifen. Ein Aspekt, der in besagter Studie überhaupt nicht vorkommt, ist die Psychosomatik, die nahrungsunabhängig für Dicke und Dünne den Fettauf- und Abbau zu regeln versteht. Fontane/Graß: Ein weites Feld!
SabineD - Jan 31, 11:27

Ebendrum. Neulich habe ich es schon mal irgendwo geschrieben: Menschen und Zahlen mischen, das ist nicht gut. Weil Zahlen eben nicht auch nur Menschen sind und jeder Jeck anders is(s)t.

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