700 Tatorte ...

... und kein bisschen Schimanski mehr. Schade eigentlich, den hatte ich am liebsten.
Jetzt am Sonntag strahlt die ARD den 700sten aus. Prägend waren für all jene, die nur sporadisch am Tatort waren, sicher Götz George als Kommissar mit Schnauze sowie die puppenhafte Nasstasja Kinski in dem Kult-Teil "Reifeprüfung".
Was viele nicht wussten, ich bis heute auch nicht, war, wem die Augen aus dem Einspann gehörten. Und nicht nur seine Augen hat der heute 66-jährigen Horst Lettenmayer einst für 400 Mark verscheuert, sondern auch seine abwehrenden Hände und Füße.
Dass es mal 700 und sicher noch mehr Tatorte geben würde, konnte damals keiner vorhersehen. Aber dass diese lumpigen paar Kröten für diesen einmaligen Erkennungseffekt der Serie alles gewesen sein sollen, ist harter Tobak.
Ich meine, da sollte sich ein Sender wie die ARD doch nicht lumpen lassen und großzügig mal was hinlegen.
Die Meldungen wiedersprechen sich allerdings. Während der Tatort-Fundus berichtet, dass Lettenmayer sehr wohl gegen die ARD klagte, heißt es in anderen Artikeln, die Überlegung hätte wohl mal im Raum gestanden, aber es würde nicht geklagt.
Ohne Vertrag klagt sich auch schlecht.
Wie auch immer - ein so großer Tatort-Fan bin ich nie gewesen, weil mir einfach viele der Geschichten zu platt oder zu blöd waren.
Trotzdem wieder was gelernt: Verkaufe nie zu billig dein Gesicht, es könnte Jahrzehnte später noch benutzt werden, ohne dass du was davon hast.
Im Übrigen wäre ich dafür, das Wort "Klage" sowieso aus dem deutschen Sprachschatz zu entfernen. Es tönt mittlerweile wie "Hure", weil jeder mit genug Geld - auch wenn nur wenig Hirn vorhanden - damit macht, was er will. (Genau dich meine ich. Ich sehe dich)

SabineD - Mai 23, 17:45
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