30. 05. 08

Killer in Serie

Sie erregen das Interesse der Öffentlichkeit und bleiben länger im Gedächtnis der Entsetzten als ihre Opfer. Tragisch, aber wahr.
Im Augenblick muss ich ein bisschen recherchieren und dabei ist mir aufgefallen, was ich eigentlich vorher schon wusste: Es gibt relativ wenig SerienkillerInnen. Und hierunter oft Giftmörderinnen - im letzten, vorletzten Jahrhundert aktiv - oder Todesengel, die meinen, dass verschiedene Alte alt genug wären. Oder Kranke lange genug krank.

Es ist ja nicht so, dass nicht schon genug über diese Serientäter geschrieben wurde. Sicher auch über weibliche von ihnen. Allerdings ist mir erst ein Buch in die Hände gefallen, in denen ein Weib "richtig zur Sache" gehen durfte (weil der Autor es so wollte).
Und genau da überlege ich jetzt: Sind Killerinnen, die - ähnlich wie ihre männlichen Artgenossen übel metzeln, mit vielleicht sogar ähnlichen Motiven oder Gelüsten - nicht gefragt oder traut sich einfach niemand daran, über solche Monster zu schreiben? Ich meine das jetzt rein literarisch, ha ha.

Wie auch immer, ich traue mich und darf ankündigen:
Mercedes Lawin - das Böse. Für irgendwann mal.
Wenn ich fertig bin und krieg das Ding nicht los, stell ich die Story ins Blog. Ich will wissen, ob das funktioniert. Wenn doch, kann sich Thea Dorn schon mal von der Auszeichnung, Deutschlands brutalste Krimiautorin zu sein, verabschieden - hö hö ...

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Aurisa - Mai 30, 19:10

Na dann freuen wir uns doch schon mal auf die brutalstmögliche Serienkillerin ;)...
Viele Grüße
Aurisa
P.S: du willst wissen, ob WAS bitte funktioniert...? Den Satz habe ich nicht verstanden... Die Story in's Blog zu stellen wäre ja sicher nicht unfunktionierbar ;)...

SabineD - Mai 31, 14:27

Liebe Aurisa,
Serienkillen ist offenbar eine Männerdomäne, jedenfalls ab eines bestimmten Gewaltgrades. Ich nehme an, das liegt an dem Ding "starkes" und "schwaches" Geschlecht.
Ich will wissen, ob eine Geschichte mit einer Frau funktionieren kann und angenommen wird, die zwar auf allen Ebenen charmant-weiblich ist und bleibt, aber trotzdem keine Hemmungen vor Missbrauch und blutigen Tötungsarten hat und deren Motiv mal mindestens so krank ist wie es effektiv Leichen verschwinden lässt ;)
Was Stärke angeht, so ist das natürlich auch eine Herausforderung zu erforschen, wie eine Frau Männer überwältigen kann und anschließend hilflos in ihrer Gewalt behält. Es wird nicht in ein fieses Gemetzel ausarten, aber es wird auf jeden Fall gemein und blutig werden.
recono - Mai 31, 14:15

Ob weibliche Serienkiller in der Literatur gefragt sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Was ich bislang darüber gelesen habe, sagt halt aus, das Frauen subtiler morden und deshalb ein Mord u. U. gar nicht als solcher auffällt. Auf jeden Fall wählen sie andere Methoden, als Männer. Männliche Serientäter können einen Mord eher nicht verbergen (wollen sie vermutlich auch gar nicht) - sie zerhacken und zerstückeln eher, als Frauen. Auch bei den Motiven gibt es Unterschiede.

SabineD - Mai 31, 14:33

Genau das ist der Punkt. Frauen morden anders, unblutiger. Meistens. Aber was, wenn nicht? Ich meine, auch das gibt es, aber in Serie? Warum sollte eine Frau nicht aus Motiv X oder Y morden wie ein Mann? Es muss ja nicht mal Hass dahinter sein, vielleicht sogar eher Zweckmäßigkeit oder ein kranker Gedanke ...
recono - Mai 31, 17:22

Warum sollte eine Frau nicht genauso brutal morden (können) wie ein Mann, fragst du...mmh ich denke der Unterschied zwischen den Geschlechtern ist nun mal da und damit beantwortet sich auch diese Frage. Beide Geschlechter bieten unendlich viel Stoff aus dem Bücher gemacht werden, nur eben unterschiedlichen in der Ausführung von Morden.
Um eine weibliche sehr brutale Täterin zu haben müsste meiner Meinung nach in Fachkreisen intensiv recherchiert werden. Ob es überhaupt genügend Fachwissen darüber gibt, wenn es kaum solche Täterinnen gegeben hat, dürfte auch noch mal spannend sein zu erfahren.

SabineD - Jun 2, 14:26

Da gibt es schon einiges an Material, aber das hat alles wenig mit dem Motiv meiner Seuche zu tun, die ja nicht nur brutal, sondern auch ganz besonders unbrutal sein kann.
Vielmehr glaube ich, dass eine solche gedankliche Brutalität gar nicht so unbesonders auch unter Frauen ist, sondern einfach eine Hemmschwelle da ist, die verhindert, dass aus dem Gedanken eine Tat wird.
Und genau diese Hürde will ich nehmen. Ist ja alles nur fiktiv ;)
Kratzbürste - Jun 3, 14:12

Hm, Serientäter sind ja meistens Triebtäter, oder? Also das sind einfach die, von denen man am meisten hört. Und da geht es ja schon mal los. Man hört ja schon selten etwas, daß eine Frau einen Mann vergewaltigt hätte. Und das dann auch noch mehrmals ...
Das liegt einfach nicht in der Natur der Frauen.
Eine Frau tötet wahrscheinlich eher aus Macht-Gründen. Oder aus Verzweiflung. Und da wird dann gezielt einer aus dem Weg geräumt oder eben aus Notwehr gehandelt.
SabineD - Jun 3, 15:23

Macht dürfte das Stichwort sein, gepaart mit einer vernünftigen Geisteskrankheit und der Folge Tod als Notwendigkeit, weil man ohne ihn nicht an das kommt, was man eigentlich will ;)

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