Spritz mir ins Gesicht, Baby!
Spiegel sind eine schlagkräftige Sache: Entweder sind sie beschlagen oder man will reinschlagen! Neulich morgens war mir nach reinschlagen, denn um meine Augen herum entdeckte ich plötzlich Falten, die am Tag vorher noch nicht da waren, ich schwöre. Sogar die Zornfalte zwischen den Augenbrauen schien deutlich tiefer als sonst. Untrügliche Zeichen des fortschreitenden Verfalls oder doch eher das Resultat einer Sorgenphase, einem dieser Zustände, die sich wortwörtlich im Gesicht widerspiegeln?
Na gut, dachte ich, versuch’s mit Lachen. Das soll ja Wunder wirken und selbst Falten einen gewissen Charme verleihen. Wie gesagt, ich dachte es ...
Zum ersten Mal erlebte ich am eigenen Leib, dass dieses Problem tagesfüllend sein kann. Was ich bis dahin hämisch lächelnd abgetan hatte - diese Prominenten-Pseudo-Falten-Phobie, diese zutiefst weibliche Angst vorm Altern (ich nehme an, das ist nur deshalb so, weil Männer es zugeben) - traf mich plötzlich mit unerwarteter Wucht.
Ich stürzte mich ins Internet, um nach Mitteln und Maßnahmen zu suchen, verglich tausende Anti-Aging-Cremes, las mich durch Hausmittelchen-Listen, lachte mich halb tot über Trainingspläne für Gesichtsmuskelgymnastik und blätterte mich durch Midlife-Crisis-Communitys. In Milch und Honig baden fand ich mindestens so albern wie täglich zehn Minuten Fratzen schneiden oder Gurken auf Quark im Gesicht, die ich lieber auf Tellern sehe. Ehrlich? Ich finde das Sauerei …
Ziemlich dämlich fand ich an diesem betreffenden Tag auch die kosmischen Weisheiten à la "Altern mit Würde" und "Trage deine Falten mit Stolz". Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wo Stolz und Würde sich in dem Moment verkrochen hatten.
Im Dschungel der Kosmetikindustrie verlor ich mich komplett und betrachtete verstört die Hochglanzbeweise auf den grafisch bearbeiteten Bildern, von Hollywoodstars mit persönlichen Maskenbildnern oder von minderjährigen Models, die uns alternden Fregatten vorgaukeln, dass man beim Schmieren diverser Cremes zum Preis von Jahresgehältern bald genauso aussehen „könnte“.
Nachdem ich einen ganzen Tag mit dem Thema beschäftigt war, standen abends zwei armselige Begrifflichkeiten gegen Falten auf meinen Notizzettel, die Erfolg versprechend sein sollen: Botox und Sperma! Beide als absolute Wunderwaffen gegen den körperlichen Verfall verschrien. Verabreicht per Spritzen.
Die Frage, die jetzt noch bleibt: Bitte ich meinen Arzt oder meinen Mann: „Spritz mir ins Gesicht, Baby!“
Na gut, dachte ich, versuch’s mit Lachen. Das soll ja Wunder wirken und selbst Falten einen gewissen Charme verleihen. Wie gesagt, ich dachte es ...
Zum ersten Mal erlebte ich am eigenen Leib, dass dieses Problem tagesfüllend sein kann. Was ich bis dahin hämisch lächelnd abgetan hatte - diese Prominenten-Pseudo-Falten-Phobie, diese zutiefst weibliche Angst vorm Altern (ich nehme an, das ist nur deshalb so, weil Männer es zugeben) - traf mich plötzlich mit unerwarteter Wucht.
Ich stürzte mich ins Internet, um nach Mitteln und Maßnahmen zu suchen, verglich tausende Anti-Aging-Cremes, las mich durch Hausmittelchen-Listen, lachte mich halb tot über Trainingspläne für Gesichtsmuskelgymnastik und blätterte mich durch Midlife-Crisis-Communitys. In Milch und Honig baden fand ich mindestens so albern wie täglich zehn Minuten Fratzen schneiden oder Gurken auf Quark im Gesicht, die ich lieber auf Tellern sehe. Ehrlich? Ich finde das Sauerei …
Ziemlich dämlich fand ich an diesem betreffenden Tag auch die kosmischen Weisheiten à la "Altern mit Würde" und "Trage deine Falten mit Stolz". Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wo Stolz und Würde sich in dem Moment verkrochen hatten.
Im Dschungel der Kosmetikindustrie verlor ich mich komplett und betrachtete verstört die Hochglanzbeweise auf den grafisch bearbeiteten Bildern, von Hollywoodstars mit persönlichen Maskenbildnern oder von minderjährigen Models, die uns alternden Fregatten vorgaukeln, dass man beim Schmieren diverser Cremes zum Preis von Jahresgehältern bald genauso aussehen „könnte“.
Nachdem ich einen ganzen Tag mit dem Thema beschäftigt war, standen abends zwei armselige Begrifflichkeiten gegen Falten auf meinen Notizzettel, die Erfolg versprechend sein sollen: Botox und Sperma! Beide als absolute Wunderwaffen gegen den körperlichen Verfall verschrien. Verabreicht per Spritzen.
Die Frage, die jetzt noch bleibt: Bitte ich meinen Arzt oder meinen Mann: „Spritz mir ins Gesicht, Baby!“
SabineD - 5. Feb, 14:51
11 Buchstaben - Deine Buchstaben - 0 Trackbacks

