Catch 'em

Er sieht ja schon ein bisschen böse aus, dieser Jack Ketchum. Und böse schreibt er auch, der Dallas Mayr, der sich nach dem Henker Jack Ketch benannt hat. Über seine Bücher sagt man, sie seien nur was für Leser mit starken Nerven.
Das kann man so oder so sehen. Nachdem ich Kafka gelesen habe, kann mich kaum noch was erschüttern.
Ich habe vor einer Weile Ketchum mal "beneidesnwert perverse Fantasie" unterstellt, nachdem ich Evil intus hatte. Doch eigentlich arbeitet er lediglich mit den menschlichen Urinstinkten und allem, wozu unsere Spezies fähig sind.
Gerade eben lese ich Beutezeit, um anschließend mit Beutegier fortzufahren.
Es sind schon hässliche Sachen, die da passieren. Ketchum versteht es allerdings, relativ emotionslos Blut spritzen zu lassen und mit Körperteilen zu jonglieren, und er versucht nicht einmal, das Ganze literarisch anspruchsvoll zu verpacken, als wäre es das Normalste von der Welt.
Genau so ist es wohl.
Menschliche Brutalität ist grenzenlos und wenig literarisch.

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