Kindlicher Narzissmus

Seien wir ehrlich: Wir alle sind ein bisschen selbstverliebt. Aber dass heute irgendwas mit den Kindern nicht stimmt, merke ich schon seit Jahren. Dafür brauche ich keine Artikel wie diesen. Aber sie bestätigen mich schon ein bisschen.
Dieses Ich-bin-wichtig-Gefühl ist korrekt, natürlich sind sie es. Alle. Fragt sich nur, für wen und was. DAS lernen sie heute nicht mehr so ausführlich, denn sie glauben, sie seien so global wichtig wie sonst keiner.
Ich bin beileibe kein Verfechter konservativer Erziehungsmethoden mit Haue und Strafe für jeden Furz, aber meine Brut hat meinen Zorn schon spüren dürfen und musste wohl oder übel Strafen empfangen, wenn der kleine Egomane zu selbstverständlich rausgehängt wurde. Ich bin zeitweise eine bitterböse Mama, oh ja. Denn: Bin ich denn - um mal die andere Seite aufzuzeigen - der Lakei meiner Kinder? Das sehe ich nicht so. Denn weil: Ein bisschen selbstverliebt bin ich schließlich auch und ich mache mich nur begrenzt zum Deppen derer, die gebar.
Ich darf sie lieben, ernähren, kleiden und lehren, aber ich darf sie auch einweisen, und zwar so energisch, bis sie begriffen haben, dass Ü40er mehr im Kopf haben als U20er.
Die sollen gefälligst auch über ihre eigenen Füße stolpern und merken, wo Grenzen sind, an denen sie nicht ohne Salute vorbeikommen.
Das wollte ich nur mal gesagt haben.
Nicht, dass ich mich über die Meinen beschweren müsste. (Ja, manchmal, ich gebs zu)
Aber wenn immer öfter Minderjährige zu Drecksäcken mutieren, die die Schlagzeilen vereinnahmen, dann stimmt nicht nur was nicht mit den Kindern heute, dann stimmt irgendwas Wesentliches nicht mit den Erziehungsmethoden, mit den "Alten".
Meine Meinung. Völlig unverbindlich.

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