Hätte ich mal früher gewusst, dass man auch fertige Kinder kriegen kann, hätte ich mir das mit Schwangerschaft und den Nachwirkungen vielleicht damals überlegt.
Plötzlich über Nacht sind wir nun dreifache Eltern geworden und haben eine fast erwachsene Tochter bekommen. Das nenne ich mal ein ausgefallenes Weihnachtsgeschenk :)
Jetzt muss ich mich nur noch dran gewöhnen, morgens drei Ranzen zu befrühstücken.
Das Jahresende ist immer eine Zeit der Besinnung, des Rückblicks, der guten Vorsätze, des schlechten Gewissens und des Insichgehens oder Aussichrauskommens.
2009 war - wie ich feststelle - hochgradig geprägt von den Sozialen Netzwerken. Facebook, VZs, Xing, Twitter und anderes Zeug haben einen Hype erlebt - alles schön und gut, alles wunderbar. Man muss es doch mal gemacht haben, warum auch nicht. Doch wenn gut, dann gut.
Es kommt eine Zeit, da wird man müde.
Zeit- und Energiepiraten rechnen sich auf Dauer nur, wenn sie lebens- oder berufsgünstig die Zahlen ins Schwarze heben und irgendwelche Vorteile mitführen, auf die man nicht mehr verzichten will. Weder das eine noch das andere konnte ich persönlich ausmachen.
Mittlerweile finde ich es fast schon zum Weglaufen, wenn mich jemand "adden" will oder eine Freundschaftsanfrage stellt. Da kommen Wildfremde und wollen kuscheln. Anders herum ist man plötzlich ebenso ein Wildfremder, der mit jemanden kuschelt oder gruschelt oder wie auch immer.
Mit Abstand betrachtet finde ich das - heute - sonderbar irritierend und kann mich damit plötzlich auch nicht mehr identifizieren.
Ganz bestimmt haben sich im Laufe der Zeit losere oder auch engere Kontakte entwickelt, die auf diese Art gepflegt werden. Doch was sind sie wert, wenn sie außerhalb des Massengegrabbels auf Null fallen?
Ob sie Bestand haben können, wird die Zeit zeigen, wenn man den Schritt zurückgeht und weicht.
Ich will kein FB mehr und auch kein Xing, vom einen habe ich mich schon gelöst, das andere ist in Lösungsarbeit. WkW wird kurzfristig folgen. Und auch Twitter wird zum Ende des Jahres fallen, Foren und Listen werden gecancelt. Ich will kein Account mehr sein und auf 140 Buchstaben, einen Avatar, Kurzpostings oder sonst was reduziert werden, wo ich doch so viel mehr bin.
Warum so plötzlich? Heut Früh holte mich das Real-Life auf bemerkenswerte Art und Weise ein, als ich plötzlich und ohne Vorwarnung mit dem Auto ins Schleudern geriet und - welchem Wunder oder Schutzengel sei Dank auch immer - es schaffte, mich mehrmals auf der Straße zu drehen, ohne rechts oder links die Böschung herabzurutschen und auch ohne dass mir ein anderer Wagen entgegen kam. Sowohl das eine wie das andere hätte bestenfalls einen Totalschaden verursachen können, schlimmstenfalls einen FrauDSchaden ungewissen Ausmaßes.
Da wird auf einmal einiges anders im Denken und Sein, so nah am hämisch grinsenden Schicksal. Aber das ist natürlich nicht der Grund schlechthin, vieleicht der Auslöser für den Zeitpunkt. Ich trage mich schon seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, all diesen Netzwerkballast von mir zu werfen, immer in der selbst kreierten Zwangsverpflichtung zu stehen, täglich überall dabei sein oder zumindest nachschauen zu müssen, was gerade wo und von oder mit wem passiert.
Vielleicht war es gerade das sympathische Twittern, das mir letztendlich auch vor Augen gehalten hat, dass das, was dort passiert, eigentlich etwas ist, was ich nicht will. Diese Pseudoabhängigkeit, entweder zu müssen (zu twittern) oder zu erwarten (lesewillige Follower) macht mich irgendwie krank.
Doch willst du viel, musst du viel geben. Denn eine Hand wäscht die andere.
Schon der Gedanke, seine Botschaften übers Handy zu verschicken und nur deshalb irgend so einen dämlichen Flatrate-Vertrag abschließen zu sollen, weil man sich ohne Internetanbindung schon fast nicht mehr aufs Klo traut ... (das habe ich jetzt sooo bei mir noch nicht diagnostiziert, aber bekanntlich ist der Weg das Ziel ... und es gibt sie wirklich, diese Klo-Internetter).
Will nicht mehr, kann nicht mehr, muss auch gar nicht. Punkt!
Was bleibt, ist das Blog. Es ist so anstrengend gefüllt, dass es mir das Herz zerreißen würde, es platt zu machen. Vielleicht eines Tages, vielleicht auch nicht.
Deshalb ... Bye bye Social Network. Ich werde dich vermissen, du mich wahrscheinlich nicht, und das ist auch gut so - eine Form von Freiheit, die mir sehr lieb ist. Man stelle mich mal vor, man käme gar nicht ungeschoren aus dieser selbst auferlegten Pflicht ... wäre gar nicht auszuhalten.
Das geht nicht wirklich. Ich könnte jetzt nicht beim Rumlaufen tippen. Maximal auf dem Pezziball sitzend und darauf rumhoppelnd. Soll ja für den Rücken gut sein, mir fehlt dabei die Bequemlichkeit, die ich in meinem Monstersessel habe - also zurück lehnen können und Armlehnen haben.
Aber mal im Ernst. Wir Sesselpupser haben ein schweres Los. Es sitzt sich sogar bei Überstunden besser, als müsste man laufen, stehen, springen, klettern ... Ich wäre damals, als ich noch stehenden Fußes arbeiten musste, nie auf die Idee gekommen, freiwillige Stunden anzuhängen, wenn mir Füße schon nach dem Muss weh tun. Ein bisschen länger sitzen dagegen schaffe ich auf der linken Arschbacke, ohne die rechte bitten zu müssen.
Nun schaue ich ja in diesem adventsinnlichen Tagen schon wieder auf fast ein halbes Jahr neumodisches Fitnessstudio zurück. Neumodisch deshalb, weil ich Ende der 80-er, Anfang der 90-er schon mal dabei war und sich seitdem viel geändert hat. Heute sind solche Zirkel in, in denen man gegen Luftdruck ankämpft. Eisen ist out, und man stemmt auch keine Gewichte mehr, sondern drückt Piep-Tasten und stellt digitale Gewichte ein. Oder so.
Nach so vielen Jahren Rumsitzen, ohne den Elan, so was Albernes wie Nordic Walking machen zu wollen, war es einfach an der Zeit, sich mal wieder zu bewegen.
Einen Sport zu finden, der mir Spaß macht, war überhaupt die größte Herausforderung. Ich hab's nicht so mit dem Vereinsgemeier, und als Solo-Jogger/Walker/Biker bin ich auch nicht tauglich.
Da fehlt der Riss, der Ansporn.
Und Kuschelsport mag ich schon mal gar nicht. Wenn ich mich schon quäle, dann muss zumindest auch etwas wie Schweiß laufen und Erschöpfung kommen, besser noch Muskelbrennen. Und ich schäme mich auch nicht für die Fratzen, die man unbewusst zieht, wenn es anstrengend wird. Trainiert die Gesichtsmuskeln gleich mit - ist auch schön.
Was ich auch nicht wollte, sehe ich oft im Studio. Da gehen Leute hin, taugliche Maße als Werbeplakatfläche, und erzählen stolz, dass sie das schon seit X Jahren machen. Sitzen auf Bikes und lesen dabei Zeitung, stellen nur gerade so viele Gewichte ein, dass sie das Gesicht nicht vor Anstrengung verziehen müssen (könnte ja einer mitbekommen), und tratschen, was das Zeug hält und haste nicht gesehen. Nach einer Stunde kippen sie drei Eiweißshakes und sieben Müsliriegel rein und freuen sich, weil sie so sportlich sind.
Selbstgefälliges Nichtstun in Gesellschaft. Dafür Geld auszugeben ... meins wäre das nicht.
Wenn ich aber zurückblicke auf mein letztes halbes Jahr, dann bin ich ganz zufrieden, denn tatsächlich wirkt das Krafttraining nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Ich kann mich besser konzentrieren, habe mehr Ideen, es schreibt sich leichter und insgesamt scheint der Kopf nach dieser absoluten Quälerei leerer und deshalb bereiter für neue Untaten zu sein. Es ist so, als würde man den ganzen Kopfrotz rausstöhnen, im weglaufen, in wegstrampeln und wegstemmen und -reißen.
Das ist jetzt aber nicht das Ergebnis von Pseudosport mit Fliegengewichten, ich schwöre. In diesem Ding neige ich zum Masochismus und krieche in der Folge erst mal auf den Brustwarzen heim, ehe ich mich frisch geduscht und freigeblasen ans Tageswerk machen kann.
Ich kann allen Sitz- und Kopfkollegen, die den Arsch nicht hochbekommen, gern ans Herz legen, sich mit dem Unsäglichen, dem Anstrengenden, dem Schweißtreibenden - dem Kampf um die Kraft und die Muskeln und die Ausdauer - mal zu befassen.
Ganz nebenbei: Muskeln machen schön und schlank und jede Diät hinfällig.
Bewegend schreiben also doch. Wörtlich wie sinngemäß, denn auch das klappt besser.
Der Mann ist ja einer, der handwerkt. Seit einer Weile hat er die Liebe zum Tisch entdeckt, und jetzt baut er fleißig solche Designer-Tischings, die richtig gut aussehen.
Das macht er unter mir, im Keller und in der Garage, während ich hier oben handwerke - mit BuchStaben. Weiß man ja.
Angefangen hat es mit einem schon gebauten Tisch, einst ganz dunkelbraun lackiert. Das Teil war mal ein Ibäi-Schnapp für kleines Geld und mit beeindruckender Größe. Ziemlich lästig wurde mit der Zeit der Anstrich, denn ein so dominantes Dunkellackbraun zieht viel Dreck an und das Teil sah immer aus, als gäbe es in unserem Haus weder Lappen noch Wasser.
Jetzt sieht er so aus und verschönt die Essecke.
Wie sagt dieser unaussprechbare Heimwerkermarkt so dämlich: "Mach es zu deinem Projekt".
Gemacht, und zwar in diesem Frühling/Sommer, hat der Mann gleich noch einen Monstertisch für draußen. Damit wäre dem Titel des Bloggings hier genüge getan, denn so sieht das kräftige Holz vor unserer Hütte aus, auf dem die FrauHex übern Winter ihr Kräuterzeug lagert.
Dem Mann sein jüngstes Projekt steht seit gestern Morgen in unserer Küche. Modell "Klodeckel", und stinken tut er sogar auch (noch) vom Lack, aber angenehm stabil, männlich robust und vor allem: Ein Einzelstück, das außer uns keiner in der Hütte hat (das Tier drunter hat er natürlich nicht gemacht, das liegt immer da). Dazu passt das Kinderlied "Ein Tischlein steht im Küchlein, auf einem Bein ..."
Ich denke gerade darüber nach, ob ich den Mann als Tischingschreiner feilbieten soll. So stabil und massiv, wie die Tischings sind, könnten wir damit glatt ein Designergewerbe gründen und Auftragstisching anbieten.
Außer hier und da mal was gehalten, habe ich zwar keine eigene Kraft reingesteckt, aber ich kann ja die BuchStaben dazu auf den Tisch bringen.
Männer haben ja solche Dinger, von denen sie sich nicht trennen können. Bin ich froh, dass der Mann hier nicht einer von der Trainingshosenfraktion ist, die mit unter die Achseln geklemmtem Hosenbund rumlaufen, als hätten sie nen Stock im Arsch. So einen habe ich hier in der Nachbarschaft. Der sieht nicht nur scheiße aus, der ist auch so.
Der wäre nie meiner, aber wäre er es doch im Spiel, tät ich ihn jagen, dorthin, wo ihn keiner mehr fände.
Der Mann hat jetzt also Geburtstag, und nachdem er taglang sehr kreative Wünsche in Form von "Weiß nicht" und "Keine Ahnung", "Nix" u.ä. äußerte, präsentiert er mir gestern: "Ich hätte ja gern meine Lesderhose zum Geburtstag genäht".
Das ist nämlich das Lieblings-Ding.
Und ich stehe sowas von auf dem Schlauch, denn hier herum gibt's offenbar niemanden, der Leder nähen kann. Jetzt kann ich mich hinsetzten und schauen, wie ich neue Taschen und einen neuen Reißverschluss in das kiloschwere Monster reinbekomme, damit er Lieblings-Ding bis übermorgen wieder anziehen und auch was reinstecken kann, ohne dass es gleich rausfällt.
Dumm, dass Lieblings-Ding schon so alt ist. Vanucci-Qualität eben, die halten schon mal Menschenleben. Aber ich hab Glück gehabt und noch ein identisches Ding gefunden.
Restbestand.
Bis die allerdings kommt, muss er sich mit dem zufrieden geben, was ich flicken kann. Und das wird ... ach je ...
Update: Hat keiner gemerkt? Die Leserhose ist natürlich ein Märchen, die habe habe ich an.
Der 28. August ist vorbei, und mit ihm der Kurzbesuch von Marie Theres Kroetz Relin, die bis gestern in Biedenkopf war.
Ab 15.00 Uhr hielt sie den Workshop für Kids von 3-9 Jahren mit ihrem Ausmalbuch Der kleine Dichter unter dem Motto "Malen-Denken-Dichten". Anstatt in der angekündigten Rathauspassage oder später im Hinterteil eines Marktplatz-ansässigen Restaurants wurde die Veranstaltung kurzerhand in die Sonne an den "Stadtstrand" verlegt. Und während sie sich mit den Kids einfach in den Sand hockte, wurde das Geschehen von dem charmant-witzigen italienischen Pianisten Alessandro Quattrini mit der Quetsche (Ziehharmonika) untermalt.
Parallel lief gleich gegenüber im alten Deutsche-Bank-Gebäude der Workshop mit Dirk Steinhöfel "Wie ein Kinderbuch entsteht". Dirk ist übrigens der "kleine" Bruder von Andreas Steinhöfel, dem ziemlich erfolgreichen Kinderbuchautor und Übersetzer ganz vieler Bücher.
Die beiden sind echte Liebchen, mit denen ich anschließend und gemeinsam mit SohnD und einer alten Freundin noch bis 18.00 Uhr noch in der Eisdiele gehockt und ordentlich Spaß gehabt habe, während sich meine Starguests im Parkhotel entsandet haben.
Leider habe ich von den beiden Regio-Stars keine Bilder, da ich nicht auf beiden Veranstaltungen gleichzeitig teilnehmen konnte und während meiner Stipvisiten bei den Steinhöfels einfach nicht dran gedacht habe, die Cam zu zücken, auch, weil es während des WSs ziemlich leise zuging und ich nicht mit Blitz und Klack stören wollte.
Anschließend ging es mit SohnD und alter Freundin wieder ins ehemalige Deutsche-Bank-Gebäude, denn Marie Theres und Alessandro waren ja nicht nur nach Biedenkopf gekommen, um mit Sandkrümeln wieder heimzufahren. Es gab natürlich auch noch eine Lesung aus dem Bestseller Wie Frauen ticken, ebenfalls musikalisch begleitet von Alessandro, diesmal auf dem Klavier oder Piano oder wie sich diese Dinger nennen.
Von der nacktfüßigen, sandigen Mama zur Femme fatale.
Die Lesung war für Biedenköpfer Verhältnisse gut besucht, finde ich. Allerdings war das Publikum einen Tick zu spröde, als habe man Angst, durch ein Lächeln, einen Kommentar oder gar ein lautes Lachen unangenehm aufzufallen. Das, denke ich, ist aber mehr ein regional-mentales Ding, denn meine Umgebungsmenschen - besonders die aus der Kernstadt Biedenkopf - gehen nur alle 7 Jahre während des Grenzgangs so richtig aus sich raus.
Ziemlich stolz bin ich auf meinen Sohneschatz, der mit seinen knapp 16 Jahren der Jüngste und vor allem ein aufmerksamer Zuhörer war, der offensichtlich Spaß daran hatte.
Nach der Lesung machte sich direkt vor dem Gebäude schon die Bühne für den Musical-Songcontest bereit, der anschließend stattfand. Die Prominente dieses Events, Anne Welte, habe ich trotz ihrer physischen Präsenz nicht zu Gesicht bekommen. War nicht schlimm, wir wollten eh abhauen. Nach einem kurzen Umzieh-Umweg im Parkhotel bin ich also mit SohnD, Marie Theres und Alessandro nach Wallau gefahren, wo HerrD uns wunderbar bekocht hat und wir uns bis in die Nacht hinein im FamilieD'schen Wohnzimmer rumgelümmelt und viel gelacht haben, während Alessandro den Merlot überprüft hat, der ja unter anderem auch aus Italien kommt. Und was so ein echter Italiener ist :)
Alles in allem ein wunderbar gelungener Tag unter vielen wunderbaren Menschen und mit schönen Highlights.
Jetzt drücke ich mir selbst die Daumen, den kommenden Freitag - 4. September -, an dem ich mit meinen Lahn-Leichen und den beteiligten Autoren als Lese-Highlight auf der Open-Air-Bühne, von der ich gerade schrieb, einen Einsatz habe, mit einem ähnlich zufriedenen Grinsen hinter mich bringen zu können.
Ich habe nichts gegen Spinnen, solange sie nicht in meinem Bett herumkrabbeln, während ich drinliege. In einem so alten Haus wie dem, in dem wir wohnen, und mit viel Holz gehören diese Untermieter einfach dazu.
Ein bisschen geekelt habe ich mich allerdings heute morgen um kurz nach halb sechs, als ich in die Küche kam und das selbstmörderische Wesen entdeckte, das sich für seine letzte Reise den Wassernapf meiner Hunde ausgesucht hat.
Jetzt stehen die beiden Schwarznasen davor, stupsen die Wasserleiche ab und zu mit der Nase und schauen mich dämlich an, als wollten sie fragen: "Kann man das essen?"
Das Klimakterium, auch bekannt als die Wechseljahre, soll ja angeblich einiges verändern. Bisher wusste ich das theoretisch, praktisch dachte ich: wart's ab, bist ja noch jung.
Seit einigen Tagen kann ich diese Tendenz zur Veränderung allerdings bestätigen, ich scheine "zu wechseln", denn neuerdings fahre ich total auf Techno ab.
Nicht, dass ich die Mutter aller Musikas - den Rock - vernachlässige, gar nicht. Es ist nur einfach dazugekommen, es hat mich quasi eiskalt erwischt. Wahrscheinlich begleitend zu meinem unkontrollierten Bewegungsdrang, dem ich seit einer Weile auch resigniert nachgebe. Mein 20-jähriges Ich ist energisch dabei, die Macht über uns beide zu übernehmen. Gerade heute morgen hatte ich mit der Tussi einen ernsten Disput im Studio, denn die Kampfsau wollte noch ne Stunde Training dranhängen.
Ich habe den Disput verloren und musste von acht bis zehn schwitzen. Dass ich das durchgehalten habe, verdanke ich allein dem synthetischen Bum-Bum-Bum auf den Ohren, das mir der Ei-Pott zugespielt hat. Irgendwie schaltet dabei der Kopf ab und man reagiert nur noch auf Töne.
Unterm Strich finde ich das gut.
Schrecklich, werden einige sagen. Müsste ich auch, denn neben Katzenbaby-Mutti werden und Telefonterror und und und und ... hab ich einen Scheißmuskelkater, der auch wehtut, aber sich sonst geil anfühlt. Nebensache jetzt. Denn: Wenn mir heute noch einer quer kommt, werfe ich mit Hanteln ... das kann ich.
Aber angeben muss ich jetzt auch mal, so als Lokalprominente:
Das war auf der TITELSEITE des Hinterländer Anzeigers heute (und wer glaubt, ich hätte das Blatt erfunden, der schaut sich mal bitte in Mittelhessen um):
Und das war der Artikel dazu:
Ja ja, da gibts auch ein Bild obendrüber, das habe ich jetzt mal aus verschiedenen Gründen nicht eingescannt. Grund Nummer eins und der wichtigste: Mein Scanner kann nur bis DIN A4 - hö hö.
Also ... ich persönlich finde: das habe ich gut gemacht - irgendwie.