Ego-Blog

02. 07. 08

Blogpausiges

Manchmal muss man einfach ehrlich mit sich selbst sein, auch wenn mensch dazu neigt, sich alles und gern schönzureden oder weniger schwer zu gewichten, als es ist. Nach einem wirklich strengen Dialog mit mir selbst wurde also in gegenseitigem Einvernehmen beschlossen, ab sofort und für ungewisse Zeit dem einen oder anderen Zwang, den man sich selbst auferlegt, die Erlaubnis zu verweigern, zwängen zu dürfen.
In diesem Sinne wurden auch einige Streichungen ausgehandelt, die für eine Weile - kurz oder lang, wer weiß - notwendig werden, da sie Zeit verschwenden, die ich ... ganz ehrlich gesagt ... im Moment bedeutend lieber mit anderen Dingen verbringen möchte. Es ist im Grunde schon schlimm, einen Computer als Arbeitsgerät zu haben, und schlimmer, wenn man selbstständig arbeitet und deshalb schon oft bedeutend mehr Zeit damit verbringen muss als ein irgendwo Angestellter, der die Kiste nach 7 oder 8 Stunden ausmachen kann und bis zum nächsten Tag nicht mehr anrühren braucht.
Aber viel schlimmer ist die Erkenntnis, dass ein solcher Computer auch unheimlich viel Zeit frisst, in der man weder produktiv noch sinnvoll daran wurschtelt, sondern in der man sich einfach treiben lässt und dabei unbemerkt altert, weil im Laufe der Zeit eine gewisse Treib-Automatik einsetzt, die einem gar nicht richtig bewusst wird.
Dem Treiben muss ich deshalb ein vorläufiges Ende bereiten. Und konsequent, wie ich manchmal sein kann, wird auch das Bloggen deshalb auf Eis gelegt. Ich mag nicht mehr, habe einfach keine Lust mehr dazu. Nicht mal mehr Blogs lesen mag ich, die mir grundsätzlich Spaß machen und die ich mehr oder weniger regelmäßig besuche.
Eigentlich bin ich im Moment sehr sehr internet-müde und möchte an diesem dummen und Lebenszeit raubendem Ding Computer nur noch meine Arbeit machen und an meinen Geschichten schreiben. Nicht mehr, nicht weniger. Nur das. Erst mal bestimmt.
Vielleicht kommt die Lust wieder, vielleicht schnell, vielleicht langsam, vielleicht nie. Mag das nicht festlegen oder absehen.
Wenn's mich packt, werde ich einfach wieder schreiben - oder kommentieren - oder nur lesen. Wer weiß das schon?

Damit gehen hier erst einmal die Lichter aus und die Türen zu.
War schön, gelesen zu werden ;) Vielleicht bis bald.

13. 06. 08

Fan-Post für FrauD

Ganz oft bekomme ich nette Mails und Kommentare – hier und privat oder auch im GB meiner HP. Das ist wie Sommer, Küsse, Bedienen lassen, Urlaub, Bauchstreicheln, Verliebtsein oder alles auf einmal. Der Profilierer freut sich – klar – denn sonst würde er sich nicht profilieren. Wir alle wollen doch nur, dass man uns lieb hat, nicht wahr?
Manchmal bekomme ich aber auch Mecker. In fast 100% kenne ich die Meckerer noch nicht und in 99% weiß ich nicht genau, was ich verbrochen habe.
Anders die folgende Mail, die mich heute erreichte und von der ich mal annehme, dass sie den gleichen Autor hat wie der letzte Eintrag im GB. Aber – ich schwöre – wissen tu ich’s nicht. Doch weil ich sie wirklich bemerkenswert finde und der Absender einen toten Briefkasten hat, will ich sie einfach mal kommentieren. Mit welcher intriganten Absicht, mag sich jeder selbst denken.

Sehr geehrte Frau!
Seit längerem verfolge ich schon ihre Auftritte im Internet mit Aufmerksamkeit und fühle mich jetzt aufgefordert, ihnen meine Meinung zu sagen. Zuallererst damit keine Mißverständnisse auftreten: ich kann sie nicht leiden. Nehmen sie das nicht persönlich, aber alles was ich von ihnen lese und wo auch immer ist mir unsympatisch.

Ich nehme grundsätzlich nichts persönlich, werter Anonymus. Aber es tut mir von Herzen leid für Sie, dass Sie Ihre Zeit mit mir verbringen müssen. Ich werde mir deshalb etwas überlegen, um Sie von Ihrer Last zu befreien.
Auch wenn sie mit ihren holen Worten viele Leute blenden, ich habe Sie durchschaut. Ihre Beifallhascherei stinkt zum Himmel und jeder halbwegs intelligente Leser wird das schon bei den ersten Sätzen erkennen können. Da ich nicht am IQ ihrer Leser zweifle, gehe ich davon aus, daß ihre Mittel selbige zu täuschen, intriganter Natur sind.
Mein Gott, was fühle ich mich jetzt durchsichtig und durchschaut, und nach zwei Bier auf der soeben beendeten Grillfete schaue ich auch schon ganz glasig. Das ist mir jetzt aber wirklich peinlich, Herr/Frau … wie hießen Sie gleich? Doch besten Dank dafür, dass Sie meine Fans schätzen. Sie sind hart erarbeitet und ich habe sie sehr lieb. Es wäre mir schrecklich, sie auf meinem Niveau zu wissen.
Das beste Beispiel: ihr grenzenlos einfallsloser Blogg. Seit Jahren nerven sie im Internet rum und finden keine seriöse Strategie. Alles was sich immer wieder liest ist ihr hoffnungsloser Wunsch, einmal eine anerkannte Schriftstellerin zu werden. Wenn sie so weitermachen kann ich ihnen garantieren daß sie, zu Grabe getragen, noch immer dieser Hoffnung hinterherhaschen.
Sie deprimieren mich zutieft. Ich bedaure – wiederholt – Ihnen zur Last zu fallen, doch wir haben alle unser Päckchen zu tragen, nicht wahr? Schauen Sie mich an: Hoffnungslos am Glauben festhalten, eines Tages … nun ja, Sie wissen es bereits. Was soll ich tun … Hausfrau, Mutter, zu viel Zeit … der eine säuft, der andere hofft. Shit happens?
All die Werbung für ihre unwichtigen Beiträge in Büchern, die kein Mensch ließt. Wer sollte das ernst nehmen? Vermutlich sitzen sie zuhause und lachen sich ins Fäustchen, wenn ihnen ein naiver leser gratuliert oder gar eins der Bücher kaufen sollte, was ich kaum annehmen darf.
Sie dürfen hier alles, nur nicht im Stehen pinkeln.
Und dann diese Schleimspuren zu angeblich wichtigen Menschen, mit denen sie flirten. Eine Kriminalautorin zumB. mit einem ähnlich stumpfen Blog (die immerhin erfolgreicher wirkt und vermutlich ihren neid entfacht), die sich ab und zu herablässt auch bei ihnen einen scheinbaren netten Gruß zu hinterlassen oder die Schell-Tochter. Heiteitei, da läßt es sich doch gut mit prahlen, nicht whar? Wie ich ihren Maibeiträgen von Teneriffa aus entnehme (falls sie je da gewesen sind und sich nicht nur alles ausgedacht haben, was ich annehmen möchte) düngt es sie doch regelrecht hier von oben herab arroganzia auf den Plan zu schicken und durch diese fiktiven Träumereien weitere Kuschelkommentare abzusahnen. Nicht daß ich ihnen nicht abnehmen würde, diverse Personen zu kennen doch was zu viel ist, ist zu viel. Sie sollten schnell wieder auf den Boden derTatsachen zurückkehren und verstehen, daß sie niemals solchen Menschen das Wasser reichen werden.
Ich bitte um Verzeihung. Bei solch schweren Eimern reicht man dem erstbesten, der ihn nimmt, das Wasser. Mea culpa, Asche auf mein Haupt. (SusanneM, MTh, meint der euch?)
Aber ich rege mich hier nur unnötig auf und deshalb möchte ich mit folgenden Botschaften schließen über die sie bitte nachdenken mögen:
Sie können nicht schreiben!
– Ich gehe sofort üben.
Sie sind nicht witzig! – Danke, dass Sie versuchten Witz erkennen, aber ich bin tatsächlich eher der ernste Typ … und werde mich jetzt outen.
Ihre Märchen glaubt Ihnen sowieso keiner! – Märchen müssen glaubhaft sein? Verzeihung, dass war mir so noch nicht bewusst.
Sie werden es niemals zu was bringen! – Können Sie bitte „etwas“ genauer beschreiben? Immerhin habe ich schon einiges gebracht – nach hier und da ... ich schwöre.
Und wenn ich sie richtig einschätze, haben sie weder Mann noch Kinder noch irgendwelche Chancen darauf oder gar das zu erreichen, was sie hier suggerieren. Wahrscheinlich sind sie eine hässliche, fette und überaus einsame Frau mit höchstem Geltungsbedürfnis und stellen einen virtuellen Schein auf, um unschuldige Gläubige zu täuschen.
Vermutlich werde ich darüber tatsächlich nachdenken und den Familienrat befragen, wenn ich abgenommen habe und diverse Schönheits-OPs erledigt sind. Aber ganz ehrlich – mit den Katholiken habe ich nun wirklich nichts am Hut.
In dieser Konsequenz würde ich mir und allen anderen, die sich durch ihre „bescheidenen Versuche, wichtig zu sein“ wünschen, sie würden schnell dahin zurückkehren, wo ihr Platz ist.
Wünsche werden sofort erfüllt, zaubern dauert etwas länger. Aber da ich keine Fee bin, die Wünsche erfüllen kann, bleibt mir selbst nur zu wünschen: Sie als treuen Leser nicht zu verlieren und deshalb werde ich Sie künftig auch in gewohnt-buchstabenhafterweise weiter enttäuschen müssen. Das Dumme ist mir eigen wie das Böse. Ich kann da gar nichts für.
Herzliche Grüße
Ein aufrichtiger Kritiker

Besten Dank
Eine nachgedachte FrauD

06. 05. 08

Tag 4 - Relax

Hier gehen die Uhren langsamer. Nach der letzten durcharbeiteten Nacht und der Fortsetzung bis zum Nachmittag heute ist jetzt Blickkontakt angesagt. Es dämmert und ich starre schön.
SN150824

03. 05. 08

Über den Wolken

Da hat es mich heute abgehoben. Gut angekommen, Internet auch im Koffer, was will man me(h)er?

02. 05. 08

Blogpause?

Morgen Früh um acht Uhr ist FrauD auf dem Weg nach Spananien, speziell Teneriffa. Dann werden wir mal sehen, ob der rosa Riese hält, was er verspricht und Internet möglich ist.
Falls nicht - horridoh bis irgendann nach Muttertag.

28. 04. 08

Nach der Konfirmation

Dieses war der erste Streich. Was für ein Tag, wow. Wir dürfen uns glücklich und hochzufrieden auf die Schultern klopfen für dieses gelungene Event. Vergessen sind all der Stress, die Aufregung, der Bammel vor Pannen oder Falschplanungen, die bezahlten Nerven und die teils unkoordinierten Vorbereitungskonstruktionen.
Sohn strahlte den ganzen Tag wonnig und gut gelaunt mit der Sonne um die Wette vor sich hin, die Gäste pünktlich, liebenswert und großzügig, das Kulinarische derart gelungen, dass jede Gastronomie sich schämen kann, die beauftragten Kuchen der fleißigen Hände waren eine Augenweide und die Geschenke unerwartet fröhlichstimmend.
Heute ist ein Tag glücklicher Erschöpfung und großer Zufriedenheit. Was braucht man sonst?

26. 04. 08

Vor der Konfirmation

Kaum zu glauben, dass es morgen soweit ist und endlich, endlich der Tag der Tage anbricht. Seit Wochen, ach was sag ich, seit Monaten machen wir Kopfarbeit und die vergangene Woche war überwiegend von praktischen Handgriffen geprägt. Nur gut, dass bis zum nächsten Mal noch ein paar Jahre Zeit sind, aber ich denke, ich weiß schon heute, dass die Konfirmation von FräuleinD definitiv nicht daheim stattfindet. Jedenfalls essenstechnisch.
Was für eine Schweinearbeit, zusammen genommen. Aber eigentlich läuft's bis jetzt noch lässig ... ich weiß gar nicht, was ich will ...

24. 04. 08

Geschliffenes 2

Nachdem ich vor einigen Tagen damit begonnen hatte, unseren Wohnzimmertisch zu entlacken, konnte ich mich gestern endlich aufraffen, den Rest anzugehen.
Tisch1

Ich finde, er ist ganz nett geworden. Eigentlich war er heller gedacht, doch dazu war der Lack zu tief im Holz. Nachdem das Abbeizzeug seine Arbeit getan hatte, war ich erst einmal von den Socken, doch nach einer weiteren Lacklösrunde und schrecklich viel Handarbeit mit Wasser, Stahlwolle, Bürsten usw. und anschließendem mehrfachen Ölbad hat sogar HerrD gestern abend anerkennend die Augenbrauen hochgezogen. Besser hätte er es auch nicht hinbekommen.
Aber eins weiß ich noch immer nicht: Warum vergeudet man mit solchen Sachen so oft und so viel Lebenszeit? Vielleicht aus Spaß? Na ja - am Ende vielleicht, aber das war schon übel anstrengend.

17. 04. 08

K(l)eine Geheimnisse

Ich liebe Telefon, keine Frage. An manchen Tagen telefoniere ich so viel, dass sich mein linkes Ohr abends anfühlt, als hätte ich mir eine Autotür dagegen geschlagen. Mittlerweile wissen auch die meisten Menschen in meinem engeren Umfeld - inklusive der Freundescliquen meiner Brut - dass hier, in diesem Haus, zumindest Montag- bis Freitagabend ab 20:15 Uhr keine Sprechstunde mehr ist. Wohlgemerkt: wissen. Interessieren tut es die wenigstens, die liebe Verwandtschaft und so manche Kunden, die oft nicht mal welche sind, eingeschlossen.
Während ich peinlich darauf achte, die Serienliebhaber und Nachrichten- oder Sportschaujunkies möglichst nie zu Zeiten anzuklingen, in denen sie ihren Leidenschaften nachgehen, schert sich kein Schwein darum, dass auch FrauD ihre Zeiten hat, zu denen sie im Gammellook, irgendwas Leckeres naschend und in Couch-Potato-Stellung vor dem TV hockt, um sich ihre Lieblinge anzuschauen. Horatio Caine, Mac Taylor, Gregory House, Robert Goren, Shark oder Crossing Jordan sind nun mal wichtige Personen, mit denen ich mich abends gerne beschäftige.
Mindestens genauso gerne, wie die Fans der Lindenstraße, die über den Dauerbrenner alt, runzelig und grau werden oder geworden sind.
Unser Großer nennt ein Handy sein eigen, aber wen holen die heranwachsenden Banausen abends vom Sofa? Und unsere Kurze hat noch nie erzählt, dass sie morgens in der Schule alleine am Unterricht teilgenommen hat; dennoch ist "after Eight" die bevorzugte Zeit einiger ihrer Klassenkameraden, um sich von ihr lautstark telefonisch die Hausaufgaben für den kommenden Tag erklären zu lassen. Und wenn MamaD um halb neun völlig verstört verkündet, dass ... ach du liebe Zeit, der Doktor X ist ja völlig plötzlich gestorben ... atme ich erleichtert auf, denn Dr. House lebt ja noch.
Ich meine, ob ich nun abends oder am nächsten Morgen, wenn ich eh auf alles gefasst bin, davon erfahre, ist dem Verstorbenen sicher wurscht. Freunde, die man so lange nicht gesehen hat, dass man, melden sie sich am Telefon, erst mal überlegen muss, woher man den Namen noch mal kennt, suchen sich auch am liebsten Zeiten aus, in denen ich wünschte, ich hätte sie nie kennengelernt. "Ich wollte dich schon seit Ewigkeiten mal anrufen, heute Abend habe ich endlich dran gedacht." Na klar, es wird dunkel und der Krimi-Einspieler lässt das Adrenalin steigen, die ersten Toten flimmern in Nahaufnahme über den Schirm, da kann einem zweifelsfrei FrauD in den Sinn kommen. Verstehe ich absolut. Ich arbeite ja auch erst seit ungefähr 8 Jahren zuhause und bin deshalb tagsüber unerreichbar.
Das denken auch erstaunlich viele Leute, die mit der Idee spielen, mich vielleicht beruflich für irgendwelche Sachen anzuheuern. Dass abends gegen 21:00 Uhr noch eine gut gelaunte Lektorin und Texterin ans Telefon springt, auch ganz selbstverständlich noch am Computer hockt und in Echtzeit mal eben ein paar Seiten aufrufen kann, um konzentriert irgendwelche Eindrücke kundzugeben, Preise aus dem Ärmel zu schüttern oder mal eben einen aussagekräftigen Slogan ins Telefon haucht, ist doch logisch. Wenn nicht nach neun abends, wann denn dann?

Meiner Gestörten-Stimmung nachzugeben würde bedeuten, Beziehungen zerbrechen zu lassen, Streitereien zu provozieren, potenzielle Auftraggeber zu verlieren und mich dem Vorwurf, Fernsehen sei mir wichtiger als meine Mitmenschen, auszusetzen.
Das ist auch so um diese Zeiten, jedenfalls dann, wenn es nicht um Leben und Tod geht oder ausgemacht war, dass wir eben dann und dann telefonieren, und ich fühle mich gar nicht schlecht dabei, denn die allermeisten total wichtigen Botschaften, das Geschwafel von Gelangweilten, die saublöden AB-Maßnahmen, die in 99% aller Fälle sowieso zu nichts führen – und vor allem die mehr als überflüssige Frage „Stör’ ich?“ – wären sich meiner Aufmerksamkeit bedeutend sicherer und würden ehrlichere Antworten und Kommentare erhalten, würden sie vor 20:15 Uhr mein Ohr erreichen.

Und am allermeisten hasse ich die Anrufe über R-Call-Nummern von den Kollegen meiner Kids, deren Prepaid-Karten chronisch leer sind und die mich trotz der eindeutigen und mehrfachen Erfahrung, dass ich diese Telefonate ganz bestimmt weder annehmen und damit auch nicht bezahlen werde – schon deshalb, weil sie mich von der Couch reißen – es immer und immer wieder versuchen. Bevorzugt nach 20:15 Uhr.

Es ist mir scheißegal, für mein Serienfieber mitleidige Blicke oder Kommentare zu ernten. Mir gefällt das, ich will dabei nicht gestört werden und ich stehe von morgens bis abends zur Verfügung, für jeden und alles, und finde, dass ich mir die ein, zwei Stunden verdient habe.
So!

12. 04. 08

Geschliffenes

Alle x Monde packt mich die Schleifwut und ich packe dann mein Schleifwerkzeug - Flex, Schleifer, Dremel und Co. - und schleife irgendwas ab. Heute Vormittag beim Samstags-Pseudo-Putz hatte ich, während ich versuchte, den Wohnzimmertisch auf Hochglanz zu polieren, eine Vision: Ich sah mich draußen auf dem Hof stehen und den D'schen ScheißTisch von seinem nicht mehr glänzenden und teils verkratzten Übeldunkelbraun befreien.
Ich kaufe schon seit Jahrzehnten nichts Funiertes mehr, weil ich mich kenne.
Normalerweise bin ich auch schnell Herrin über die Lacke, aber heute hat's mich eiskalt erwischt. Durch gefühlte 5 cm Dekorationsfarbe durfte ich mich schleifen. Und nicht nur das. Am Rande hatte ich zwar dran gedacht, aber unter der Drecksarbeit wurde der Grund, warum ich diesen Tisch damals haben wollte, zum Problem. Rundgedrechselte Beine, Kanten, Ecken, Kurven, Beschläge - auf alt getrimmt und im Colonialstil gefertigt eben.
Nach mehr als einem halben Tag Quälarbeit sieht er jetzt so aus:
Tisch

Vermutlich werde ich nächste Woche mal zu We-will-rock-you-Heimwerkermarkt gehen und Beize holen.
Auch ne Art, Kreativität zu beweisen, oder?
Ja ja, ich weiß, wer keine Arbeit hat, macht sich welche.

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Guten Tag!

Sie lesen hier Beiträge eines realitätsfernen Wesens vom Olymp der Buchstaben. Ungeschönt, unbegründet, unsachlich, unerotisch, unnötig, einfach nur dahergesagt. Kümmern Sie sich nicht weiter drum, es will Ihnen nichts sagen, es hat nur Langeweile. Bevor es beißt, bloggt es lieber. Sollten Sie versehendlich vorbeigekommen sein, gehen Sie lieber wieder. Hier gibt's weder Gutscheine noch Werbegeschenke und Entertainment suchen Sie hier vergeblich. Sind Sie allerdings mit Absicht hier - tja, dann ist Ihnen nicht zu helfen.

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Wer lesen kann, ist - klar - im Vorteil


Sebastian Fitzek
Der Seelenbrecher


Joy Fielding
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Astrid Lindgren
Die Brüder Löwenherz



Susanne Mischke
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Die Therapie. Psychothriller


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