Fastenblog

29. 01. 08

Trockener Dienstag

Ich mag ja lieber Wein und im Augenblick bin ich schön ohne alles, vielleicht muss ich deshalb öfter wieder was von Whisky hören und sehen. Geht auch - gerade noch so.



Langsam passt die Lederhose wieder, dann passt wieder alles.

26. 01. 08

Blauglasig

Hat jemand Lust auf blaues Geschirr? Ist für 6 Personen mit Eierbechern. Kaffee und Tafelgeschirr. Sieht doch nett aus, oder?

Geschirr2

Da ich ja fast aufgehört habe zu essen, muss ich Ballast loswerden.
Nee, im Ernst. Ich wollte das unbedingt mal haben, aber seit ich es habe - und natürlich immer nur die Festtafel damit bestückt habe - ärgere ich mich darüber, weil ich es nach dem Spülen immer polieren muss. Denn wenn nicht, kriegt es Wasserstreifen.
Und ich muss zugeben: Ich halte meinen Einsatz im Haushalt gerne auf das Nötigste beschränkt.
Außerdem ärgere ich mich darüber, dass ich mich ärgere, denn eigentlich will ich es gerne behalten und benutzen ...
So ein Schmarrn.

23. 01. 08

Das perfekte Blog-Dinner

Essen

Sieht gut aus? Na egal, schmeckt jedenfalls gut.

22. 01. 08

Tag 21

Na klar doch. Selbstverständlich faste ich noch, und noch immer mit Schwung. Hauptmahlzeiten überwiegend in Salatform, hin und wieder mit kleinen Schmankerln verziert wie Thunfisch (in Wasser natürlich), magerem Geflügelfleisch oder Krabbe(l)nzeugs.
Gelegentlich nur gedünstestes Gemüse. Dazwischen Sauerkrautattacken oder Apfelphasen. Heute Mittag gab's mal ganz was Spannendes: Ich wollte mir Scholle garen im Backofen und vor lauter Telefonieren ist alles zu einem Brei zusammengefallen. Da der Fisch ohne Gewürze, Fett oder sonst was in der Auflaufform lag, sah er nicht nur ziemlich hässlich aus, er hat auch geschmeckt wie Kuh ganz hinten. Aber Sojasoße und eine Hand voll scharfer Gewürzen haben den Fischsalat dann doch noch schmackhaft werden lassen.
Ja ja, ich weiß, Fasten und Fisch, fängt beides mit F an. Aber auf die Zubereitung kommt's an und Fleisch esse ich ja nicht wirklich. Vermisse ich auch nicht, wie schön.

15. 01. 08

Tag 14

Was haben wir heute? Natürlich, wenn der kleine Hunger kommt ... Gestern grün, heute blassgelb, also Sauerkraut.
Ich konnte einfach nicht wiederstehen. Bei meinem Lieblings-Frischobsttürken lag heute ein Paket von jenem sauren Zeug im Kühlregal. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich zum letzten Mal Heißhunger auf Saures hatte. Entweder nach einem abgesackten Abend oder während der letzten Schwangerschaft. Aber heute hat's mich regelrecht erwischt und ich hätte vermutlich meine Oma verkauft, um es mitnehmen zu dürfen.
Jetzt kräuseln sich vermutlich einigen die Fußnägel, aber ich mag Sauerkraut. Jedenfalls in Rohform.

14. 01. 08

Tag 13

Nach dem Wochenende sehe ich es kommen, dass mir bis Ostern der Rucola aus den Ohren und der Feldsalat unter den Achseln spriest. Gestern war deshalb Weißkraut-Tag. Und der Gatte war so lieblich und hat etwas Carpaccio zubereitet, um meinen Grünwahn sporadisch zu verfeinern.
So lieb ich das.

11. 01. 08

Tag 10 - geschafft

Es ist vollbracht, der 10. Fastentag ist da. Ins Auge gefasst hatte ich zwischen 10-14 Tage, doch weil ich in diesem Jahr die gesamte Fastenzeit länger ausdehne als sonst, soll die nahrungslose Zeit hiermit enden.
Ab heute Abend bzw. ab morgen wird dann wieder gefuttert. Was jetzt folgt, sind 10 Wochen, in denen auch weiterhin auf Fleisch, Fett, Süßes und Alkoholisches verzichtet wird.
Da ich ein bekennender Salat- und Suppenfreak bin, habe ich mir schon während der Nix-Phase etliche leckere Rezepte rausgesucht, die ich in der nächsten Zeit ausprobieren werde. (Dank an Susanne für den Tipp, während des Fastens Kochbücher zu lesen)
Vorzugsweise solche, von denen man auch essen kann, bis man satt ist.
Für den Anfang werde ich mich nachher erst mal in die Küche stellen und einen ordentlichen Topf Minestrone aufsetzen - ohne Speck, Nudeln und Salz, dafür mit viel Geschmack.
Salz ist übrigens ziemlich überflüssig, wenn man einen gut sortierten Gewürzbestand hat. Und den habe ich glücklicherweise.

Für ein Fasten-Resümee ist's sicher noch zu früh, das werde ich wohl erst um die Osterzeit herum ziehen. Und vermutlich werde ich die Fastenrubrik ab jetzt auch nicht mehr täglich bestücken - womit auch?
Aber bis jetzt kann ich sagen, dass mir die 10 Tage absolut nicht geschadet, sondern sehr gut getan haben.
Der Hunger hielt sich sehr in Grenzen, es war sporadisch mehr die Lust auf Kauen und gelegentliche Düfte, die mich haben sabbern lassen. Ansonsten und vom Körpergefühl her war es absolut in Ordnung. Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Heißhungerattacken oder übermäßige Schlaflosigkeit blieben aus, was mir sagt, dass ich alles richtig gemacht habe. Und - klar - ein bisschen Masse ist auch verschwunden. Bleibt nicht aus, wenn man dem Body die gewohnten Kalorien verweigert und er sich mit flüssigen Ersatzdrogen zufriedengeben muss.
Eigentlich ist es wie immer - erst mal anstrengend und die Hürde, den Anfang zu kriegen, muss halt genommen werden, - doch zurück bleibt ein samtiges Gefühl, das, bleibe ich in den kommenden Wochen weiter brav, auch noch lange anhalten wird.
Das Schöne daran ist das Umdenken, das - jedenfalls bei mir - in dieser Zeit und der nachfolgenden passiert: Dieses "darf-ich-nicht-Ding" ist einem "brauch-ich-ja-gar-nicht-Ding" gewichen. Ich habe überhaupt nicht das Gefühl, mir irgendwas versagen zu müssen, die die Palette der Alternativen ist groß genug, um den inneren Schweinehund handzahm zu halten.
Von daher ist der Verzicht auch kein Verzicht, der weh tut.
Und das ist gut so.

10. 01. 08

Tag 9

Schwächel ich schon? Nein, aber fast wird es langweilig. Mir geht's gut, hier und da tauchen Gelüste auf (gestern Abend, wie gemein, haben mein Gatte und ein Kumpel vor meinen Augen lecker gekocht und gegessen, während ich brav und mich zusammenreißend auf dem Strampelesel angefangen habe, Das Rätsel zu lesen) und ansonsten kippe ich nach wie vor literweise Flüssigkeiten ich mich rein.
Seit einigen Tagen erhalte ich allerdings verstärkt E-Mail-Anfragen, in denen ich gelöchert werde, wie viel ich denn jetzt genau abgenommen habe usw.
Schuld daran ist der Beitrag vom letzten September, der mir viele abnehmwillige Leser beschert, die offenbar meinen, ich wäre jetzt eine Art Diätguru.

Dazu kurz Folgendes: Ich weiß von alledem nichts. Bin kein Mediziner noch Esoteriker und schon gar kein Kalorienzähler oder sonst was dieser Art. Und ich habe auch weder Lust noch Motivation, hier den Ratgeber für Übergewichtige zu mimen, weil sich jeder, der das Lesen beherrscht, selbst mit Infos versorgen oder wahlweise ärztliche Ratschläge holen könnte.
Dass ich über mein Fastzeug blogge, hat was mit Eigenmotivation zu tun, denn das hilft ein bisschen beim Durchhalten. Ähnlich, als wolle man mit dem Rauchen aufhören. Je mehr Leuten man davon erzählt, umso mehr ist man gefordert, sich auch dran zu halten, weil man beobachtet wird ;)

Wie viel FrauD bisher abgenommen hat, welches Ausgangsgewicht sie hatte, was ihr Wunschgewicht wäre ... behält sie mal schön für sich. Zum einen ist das ziemlich privat, zum anderen weiß ich es überhaupt nicht, weil ich mangels Gerätschaft a) keine Wiegungen vorgenommen habe, b) nicht übergewichtig war und c) mich keinen Idealmaßen unterordne a la 90-60-90 oder BMI oder was weiß ich. Von daher auch für das Gros jenseits 100 Kilo völlig uninteressant.

Dass ich das Fasten befürworte und durchziehe, ist ein persönliches Ding, das auf Eigenerfahrung beruht. Dabei ein bisschen abzuspecken, ist ein angenehmer Nebeneffekt, den man gern mitnimmt, doch ausschließlich zum Abnehmen kann ich Fasten nicht empfehlen. Dazu ist es zu radikal und die Abbruchquote zu hoch.
Wer nur abnehmen will, soll besser essen, und zwar gescheit und mit eingeschaltetem Kopf. Und sich bewegen. Etwas mehr als vom Bett zur Couch und wieder zurück wäre ratsam. Und wer das nicht hinbekommt, dem ist es offenbar nicht wichtig genug und der kann auch nicht davon ausgehen, dass eine Crash-Null-Diät-Zeit ihn dauerhaft vom lästigen Übel befreit wie Zauberei.
Für mich ist es einfach nur mal ne befristete Zeit der Leichtigkeit, einigen blöden Gewohnheiten in den Arsch zu treten, die auf Dauer zu einer Art Selbstverständlichkeit geworden sind und sich irgendwann anfühlen, als würde man sich selbst versklaven.
Selbstzwänge oder automatisiertes Gedöns abzuschütteln finde ich bedeutend attraktiver als ein bisschen Hüftspeck zu verlieren.

Ich werde also weder einen Tagesplan mit Anleitungen noch ein Kilotagebuch online stellen oder gar anfangen zu führen noch irgendwelche Fakten oder Vermutungen in die Welt setzen, die man sich selbst ersuchen kann.
Soweit ich weiß, ist Google nicht kaputt und kann benutzt werden.

09. 01. 08

Tag 8

Gestern habe ich ca. eine Stunde geopfert, um mich ein wenig spezieller ins Fasten-Thema einzulesen. Dabei stolperte ich über ein Forum, in dem sich Fastenbegeisterte austauschten und motivierten - eine Art viruteller Fastenclub.
Mir sind ja beinahe die Augen übergegangen, als ich lesen musste, dass verschiedene Leute tatsächlich 40 Tage komplett fasten wollen.
Soweit ich weiß, kann man 3 bis 5 Tage ohne Wasser überleben und 40 Tage ohne Essen. Was ist das? Selbstmord auf Raten? Ich glaube, wenn ich 40 Tage nichts esse, wiege ich nur noch 7 Kilo mit Schuhen.

Nun ist ja hinreichend bekannt, dass es verschiedene Fastenmethoden gibt, wobei beim totalen Fasten nur Wasser und Tee erlaubt sind und andere Arten Säfte oder Suppen oder Molke oder Semmeln und Milch u.ä. erlauben.
Diese erstgenannte Totalität wäre mir ja nun auch nichts. Allerdings habe ich mich scheinbar für eine exotische Mischung verschiedener Flüssigfastendings entschieden, denn neben Wasser, Tee, Säften und Suppen (Brühen) gibt's seit gestern auch Molke.
Das ist gar nicht schlecht, einerseits wegen des Geschmacks - und mir fehlt während dieser Tage einfach die Vielfalt der sinnlichen Gaumenerlebnisse - und andererseits wegen dem Eiweißgehalt. Ohne fachsimpeln zu wollen ist es wohl so, dass der Körper, wenn er von außen kein Eiweiß zugefüttert bekommt, stur sein eigenes verbraucht, was einhergeht mit dem Verlust von Muskelmasse, eher weniger der Fettverbrennung. So ungefähr.
Na ja, bis jetzt läuft auch mit ohne Regeln alles sehr zufriedenstellend und ich kann behaupten, mich heute am achten Tag ohne zu beißen richtig gut und knuffig gelaunt zu fühlen. Außerdem klappt das Schreiben zunehmend geschmeidiger. Gefällt mir ausgesprochen gut.

08. 01. 08

Tag 7

Heute ist Uhr enger schnallen angesagt. Schon seltsam, manche Leute nehmen zuerst im Gesicht ab, andere an den Waden, bei mir sind offenbar die Handgelenke betroffen. Meine Permanent-Armbanduhr schlabbert seit gestern Nachmittag lästig herum und ab heute trage ich sie ein Loch enger.
Nachdem ich gestern über Tag schon mal mit dem Gedanken gespielt hatte, abends die Reste vom mittäglichen Salat zu essen - und das ganz ohne schlechtes Gewissen - wurde ich auf wunderbare Weise diszipliniert, weil in ein langes Telefonat vertieft. Nach dessen Ende ... HerrD lag mittlerweile schon im Bett ... war der Vorsatz vergessen und der Kopf voll mit freundlichen Plänen.

Irgendwie schmeckt heute aber der Kaffee nicht. Ich werde wohl gleich mal in den Teeladen gehen und mir ein paar hübsche Geschmackserlebnisse holen.

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Wer lesen kann, ist - klar - im Vorteil


Astrid Lindgren
Die Brüder Löwenherz




Susanne Mischke
Liebeslänglich



John Katzenbach, Anke Kreutzer
Der Patient





Sebastian Fitzek
Die Therapie. Psychothriller


Simon Beckett, Andree Hesse
Die Chemie des Todes



John Katzenbach, Anke Kreutzer
Das Opfer


Sebastian Fitzek, Simon Jäger
Amok Spiel


Petra Hammesfahr
Seine grosse Liebe.


Peter James, Susanne Goga-Klinkenberg, Susanne Goga- Klinkenberg
Stirb ewig.


Karin Slaughter, Teja Schwaner
Belladonna.


Lisa Jackson, Elisabeth Hartmann
Shiver. Meine Rache wird euch treffen

Ich seh dich


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