Ein bisschen peinlich ist mir das ja, hier Werbung für Schlager zu machen, weil das so gar nicht meins ist, aber ich tus einfach mal - sogar in meiner heiligen Rock-Blog-Rubrik - weil nämlich der Sänger der Schlager, der schon einige (viele) Jahre ganz erfolgreich herumschlagert, ohne ein Schläger zu sein, bei mir einen Schlag hat. Wahrscheinlich war ich mit eine der ersten, die den Beginn seiner schlagkräftigen Karriere miterleben konnten. Wie genau das damals abgelaufen ist, erzähl ich lieber nicht. Aber wenn ich daran denke, muss ich schmunzeln. Hätte damals nicht gegeglaubt, dass er das durchzieht ... als er mit acht, neun, zehn oder so die Treppe runterkam, mit einer Haarbürste als Mikro vor dem Mund, und irgendwas von Vicky Leandros trällerte ... Also psst, Schwamm drüber.
Mir ist übrigens aufgefallen, dass viele von den netten Rock-Balken, die sich in der Rubrik befinden, heute leider ERROR sind. Das liegt daran, dass die Seite heute so nicht mehr existiert. Schade schade ...
25 years and my life is still
Trying to get up that great big hill of hope for a destination.
I realized quickly when I knew I should
That the world was made up of this brotherhood of man
For whatever that means
And so I cry sometimes when I'm lying in bed
Just to get it all out what's in my head
And I, I'm feelin' a little peculiar
And so I wake in the mornin' and I step outside,
Then I take a deep breath
And I get real high
And I scream from the top of my lungs: what's goin' on?
...
Und jetzt in echt.
Ich glaub, ich muss mal die Gitarre wieder rausholen.
Was für ein Song.
Ganz besonders freue ich mich in diesen Tagen, wieder ein Lebenszeichen vom Altgenie Udo zu hören. Das lang ersehnte Album "Stark wie Zwei" ist endlich draußen und mit ihm die Bestätigung, dass Udo noch immer der Alte, wenn auch gereifter ist. Starke Texte, starke Stimme und starke Gefühle, eben so menschlich wie jedermensch.
Was macht diesen düsteren Hutträger mit der hängenden Unterlippe und der nuschelden Stimme unter der Sonnebrille, der seit Jahren im Hotel lebt, eigentlich aus? Vielleicht, dass er eine Sprache spricht, die jeder versteht? Ich weiß nicht, ich mag sein Zeug jedenfalls sehr, und das schon seit Andrea Doria in den Siebzigern.
Übrigens entstand 1970 aus der Zusammenarbeit zwischen Udo und Klaus Doldinger die Urfassung der Tatort-Titelmusik. Weiß auch nicht jeder, der nicht danach sucht.
"Mama, komm mal", ruft es quer durchs Haus zu mir ins Büro. Wenn mein Großer "komma-Sätze" ruft, reagiere ich automatisch schon mit plötzlichem Hörsturz, denn würde ich jedes Mal darauf reagieren, aufstehen und dem Ruf folgen, wären die Fliesen des Wegs zwischen ihm und mir schon abgelaufen und der darunter liegende Estrich marode.
"Du musst mir mal helfen", unterstreicht er sein Anliegen und appeliert an mein weiches Mutterherz.
"Was gibt's?", rufe ich vorsorglich zurück. Vertrauen ist gut, Nachfragen besser.
"Ich habe hier ein total scharfes Lied gefunden. Du musst mir mal sagen, wie das heißt und von wem das ist."
Ich rolle die Augen. Die bevorzugte Musik meines Sohnes ist nicht wirklich immer das, was ich kenne oder gar freiwillig höre.
Aber gut, denke ich, wenn er es schon nicht kennt, muss es älter sein und vielleicht ... vielleicht hat er endlich was gelernt?
Der Todestag von Elvis Presley wird alljährlich wieder gefeiert und gibt Anlass, den King hochleben zu lassen. Sicher zu recht, denn ich finde ihn - zugegeben - auch anbetungswürdig. Ganz zu reden von meiner Mutter, die das Vergnügen hatte, ihn Ende der 50er Jahre in Friedberg zu bewundern.
Das war schon ein Leckerchen, wenn man mal die letzten Bilder seines Verfalls vergisst. Kein Wunder, dass die Ladys damals reihenweise in Ohnmacht gefallen sind.
Allerdings finde ich es schade, dass eine andere Lichtgestalt dieser Ära oft vergessen wird.
The day the music die - war mir ein Begriff, dem ich bisher noch nicht zu seinen Ursprüngen gefolgt war. Mittlerweile bin ich schlauer und gar nicht überrascht, dass eines meiner Lieblingslieder in indirekte Verbindung mit Buddy Holly zu bringen ist
Sehr geehrte Damen und Herren Leser (scheiß auf ...innen, wir verstehen uns auch so),
freundlich, wie meine Natur es gebietet, lasse ich Sie Anteil nehmen an Dingen, die mein Ohr bewegen, während ich mich durch unerfreulich große Textmassen lesen muss, die mich tunlichst davon abhalten, dieses göttliche Wetter direkt unter dem Himmel zu intubieren.
Lauschen Sie also bitte entspannt den Klängen, während Sie kurz abschalten und den Blick weg vom Monitor richten (Sie gucken ja immer noch, jetzt aber husch husch).
Alle erdenklich passierenden Ohrgasmen wünscht Ihnen