Schreib-Blog

30. 05. 08

Killer in Serie

Sie erregen das Interesse der Öffentlichkeit und bleiben länger im Gedächtnis der Entsetzten als ihre Opfer. Tragisch, aber wahr.
Im Augenblick muss ich ein bisschen recherchieren und dabei ist mir aufgefallen, was ich eigentlich vorher schon wusste: Es gibt relativ wenig SerienkillerInnen. Und hierunter oft Giftmörderinnen - im letzten, vorletzten Jahrhundert aktiv - oder Todesengel, die meinen, dass verschiedene Alte alt genug wären. Oder Kranke lange genug krank.

Es ist ja nicht so, dass nicht schon genug über diese Serientäter geschrieben wurde. Sicher auch über weibliche von ihnen. Allerdings ist mir erst ein Buch in die Hände gefallen, in denen ein Weib "richtig zur Sache" gehen durfte (weil der Autor es so wollte).
Und genau da überlege ich jetzt: Sind Killerinnen, die - ähnlich wie ihre männlichen Artgenossen übel metzeln, mit vielleicht sogar ähnlichen Motiven oder Gelüsten - nicht gefragt oder traut sich einfach niemand daran, über solche Monster zu schreiben? Ich meine das jetzt rein literarisch, ha ha.

Wie auch immer, ich traue mich und darf ankündigen:
Mercedes Lawin - das Böse. Für irgendwann mal.
Wenn ich fertig bin und krieg das Ding nicht los, stell ich die Story ins Blog. Ich will wissen, ob das funktioniert. Wenn doch, kann sich Thea Dorn schon mal von der Auszeichnung, Deutschlands brutalste Krimiautorin zu sein, verabschieden - hö hö ...

27. 05. 08

Buchstaben

110.000 oder 17.210 - zirka - Zeichen bzw. Wörter habe ich jetzt geschrieben. Seit letzter Woche ... hm, Donnerstag etwa (ohne Sonntag). Der erste von mir selbst ernstgenommene Versuch, aus einer lang ausgebrütetenden Idee, zu der ich eigentlich schon Hunderte von Seiten geschrieben, rumexposiert, ausprobiert ... habe, endlich mal ein handfestes Manuskript zu machen.
Und was soll ich sagen? Wenn man mich lässt, klappt das mit der Disziplin ausgezeichnet.
Ob mal jemand einem gut zahlenen Verlag erzählen könnte, was er mit mir für eine fleißige Autorin bekäme? Rein theoretisch-rechnerisch könnte ich glatt 12 - 15 Romane im Jahr schreiben - so mit 200-250 Seiten. Also unabhängig davon, ob die wer lesen will, rein auf Masse hingedacht.
Aber ich muss ja meistens arbeiten ... ist das Leben nicht gemein?

Ach so, an was ich schreibe? Also gut, überredet, ich werfe mal einen Teaser hier rein (und wehe, den klaut mir einer, dann werde ich stinksauer, den brauche ich nämlich noch):
Stell dir vor, Ted Bundy ist in Gestalt einer Frau zurückgekehrt und lebt mit dir unter einem Dach.

28. 03. 08

Exposieren

Lektoren, und auch Leser, wissen ja bekanntlich alles besser. Mach es vielleicht so, schmeiß das raus, schreib so weiter, schau dir das noch mal an, gib nicht auf, formuliere nicht so umständlich, wiederhole nicht permanent, bau deine Charaktere besser aus, trenne dich von mindestens 12 deiner 27 Handlungsstränge, wo ist dein roter Faden, das ist nicht logisch, lerne erst mal Deutsch ...
Wenn mal so oft und viel in anderer Leute Texten rumwurschtelt, bleibt oft das eigene Schreiben auf der Strecke, sodenn man eben schreiben will.
Manchmal aus Zeitgründen, manchmal, weil man einfach auch mal was anderes machen will außer immer nur lesen und tippen, und manchmal einfach nur deswegen, weil nach einem verdammt langen Arbeitstag das Hirn so ausgedörrt ist, dass es jedes weitere Herumspinnen strikt verweigert.
Ein Ratschlag, den ich schon oft verteilt, aber kaum selbst umgesetzt habe, ist, mit dem Exposee zu beginnen und darauf basierend die Story zu schreiben.
Das ist gar nicht so einfach, wenn man es gewohnt ist, dass einem vollständige und mehr oder weniger anspruchslose Geschichten aus den Fingern tropfen, aber offenbar dann notwendig, wenn man zwar flotte Ideen hat, aber null Plan, wohin man sie führen will.
Beim Schreiben hat man sich da schnell im Buchstabenwald verlaufen.
Ich würde niemals zugeben, dass ich ungezählte Roman- und Thrilleranfänge in meinen virtuellen Schubladen beherberge, von denen ich sicher irgendwann 99% löschen würde, wenn es denn so wäre.
Aber nachdem ich gestern Abend im Bett eine so genannte "runde Erleuchtung" hatte (ich nenne das mal so), habe ich mich heute in aller Herrgottsfrüh dahingesetzt und losgeschrieben, quasi vor mich hin exposiert, was das Zeug hält, und irgendwie scheint jetzt alles ganz logisch vom Anfang bis zum Ende.
Erstaunlich? Eigentlich nicht.
Dabei musste ich mich ganz schön beherrschen, nicht gleich wieder voll in einen Anfang reinzusteigen, denn mit Anfängen habe ich das kleinste Problem. Und da ich gerne thrille, weil ich nicht wirklich geschickt krimi-en kann, konnte ich so meinem Talent, furchtbar komplizierte Knoten zu stricken und Situationen zu kreieren, die ich später nicht mehr aufgefriemelt bekomme, ein Schnippchen schlagen.
Hilfreich dabei war die Frage aller Fragen, die in dem Fall schon die Lösung beherbergte: Was wäre, wenn …? Es war im Grunde der Routenplaner durch einen Irrgarten, mit dem ich problemlos vom Ziel zum Start und wieder zurücklaufen konnte, ohne mich zu verirren.
Damit bin ich jetzt zufrieden und kann irgendwann in aller Ruhe anfangen, die Story zusammenzuschustern.

Aber warum ist das hier wie in vielen anderen Dingen so, dass man gute Lösungen und Ratschläge verteilt wie sauer Brot, sich aber selbst fast nie dran hält?
Ja ja, warum einfach, wenn’s auch umständlich geht?

07. 03. 08

Titel-los

Ich hätte da mal ein Problem: Nach ewigen Zeiten habe ich wieder eine Kurzgeschichte bzw. einen Kurzkrimi geschrieben und es ist sogar gelungen, die erforderliche Zeichenzahl (10.000) einzuhalten. Das heißt, er hat vom Thema und Umfang her durchaus Potential, bei der entsprechenden Ausschreibung mitzumachen.
Abgesehen davon, dass ich ihn noch überarbeiten muss, habe ich zum ersten Mal im Leben eine Story geschrieben und weiß keinen Titel dafür.
Ob sich da vielleicht mal ein oder zwei Freiwillige zum Lesen finden ließen und Vorschläge hätten?
Ich möchte den Text nicht so gern ins Blog stellen, weil ... na deshalb nicht.

02. 02. 08

Most Inspiring Sex Thriller

Kurz auch MIST, ausgeschrieben vom Hinternet, wird 2008 zum ersten Mal vergeben.

Gesucht wird ein Werk der Kriminalliteratur, dessen expliziter Sexgehalt LeserInnen zur zwanglosen Geschlechtervereinigung inspiriert – und gleichzeitig intellektuell so bescheuert ist, dass man glatt vergisst, ein Kondom zu benutzen. Jeder Leser, jede Leserin von Hinternet, der Online-Illustrierten für das heterosexuelle Savoir Vivre im Zeitalter des gleichgeschlechtlichen Hedonismus, kann ein solches Werk vorschlagen. Eine kompetente Jury (MitgliederInnen werden noch bekanntgegeben) wird dann aus dieser Vorschlagsliste ihren Favoriten auswählen. Unsere Juroren müssen gleichermaßen kriminalliterarisch als auch sexualpraktisch über nachgewiesene Qualifikationen verfügen und z.B. ebenso schnell „Krimi“ definieren wie sie einen Orgasmus simulieren können.
Weiß gar nicht, wieso ich rummaule, während schon solche crazy things durchs Hinterlandnet geistern. Dabei sitze ich doch an der Quelle ... FrauD hat sich offenbar mit ADHS angesteckt.

23. 01. 08

Ausgedünnt

Seit was weiß ich wie viel Jahren schaue ich immer wieder mal bei Sandra Uschtrin vorbei und halte mich dabei auf dem Laufenden, welche Ausschreibungen gerade aktuell sind. Ich gestehe, dass ich Anfang des 21. Jahrhunderts auch an einigen teilgenommen habe und es in dieser Folge zu diversen veröffentlichten Geschichten aus meiner Feder kam. Eine im Grunde nette Sache, über die allerdings die meisten Dranbleiber im Laufe der Jahre hinauswachsen. Man will irgendwann mehr als ein paar Seiten von sich selbst gegen einen lauwarmen - meist virtuellen - Händedruck in einem Buch finden, das kaum ein Mensch kauft. Natürlich ist der Kick anfangs motivierend, aber er vergeht auch wieder.
Mir ist gerade ausgefallen, dass dieser Kick offenbar auch den ausschreibenden Organen nicht mehr reicht, denn was sich da derzeit anbietet, scheint mir nur ein Bruchteil von dem zu sein, was noch vor drei, vier Jahren möglich war.
Einzig interessant für mich persönlich wäre da der momentan ausgeschriebene Kärntner Krimipreis 2008 mit dem putzigen Thema "Money. Geschichten von schönen Scheinen".

Woran das wohl liegen mag? Wird so viel Scheiße eingereicht, dass den Initiatoren langsam die Puste wegbleibt? Oder sollen Lesen und Bücher doch abgeschafft werden? Das wäre doch richtig schade.

18. 12. 07

Himmlische Fäuste

Da kriegt jetzt aber gerade jemand kräftig in die Fresse gehauen auf die Finger geklopft, leck mich am Arsch.

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich dem Thema einen richtig gehässigen langen Beitrag widmen soll, aber ich lasse das mal. Man kann sich auch selbst ganz nett von Link zu Bericht klicken und die Zeit darüber vergessen.
Nicht dass ich Angst vor irgendwelchen abmahntechnischen Konsequenzen hätte, was ich selbst schwarz auf weiß habe, würde ich gegebenfalls auch an schreiende Mäuler persönlich verfüttern - aber ich denke, es gibt einfach Dinge, die sind es nicht wert, ihnen mehr als nötig Zeit zu widmen. Darum sollen sich dann andere Institutionen kümmern, nä?

Aber Schadenfreude ist da schon unterm Pulli.

15. 12. 07

Pieksendes aus der Schublade

Mir rollen sich die Fußnägel hoch - eigentlich wollte ich mein Thrillerding in absehbarer Zeit richtig lostreten und in dem Zusammenhang auch vollenden. Nun macht aber plötzlich meine Jane Doe wieder auf sich aufmerksam, die ja in Kürze bei Mobilebooks in 12 Teilen zum Download erscheinen wird.
Nun wurde ich gefragt, wie ich auf den Namen Jane Doe gekommen bin. Das war ganz einfach: Bei John und Jane Doe handelt es sich um nicht identifizierte Personen, die deshalb alle den gleichen Namen haben. Und weil meine Protagonistin eine Frau ohne Namen ist und ihre Geschichte in einer unbekannten Stadt spielt, ist das eben so - heißt sie eben so. Es könnte ja jede sein ...
Damals gab es noch Pläne, Jane einen Dienstag bzw. weitere Tage zu schenken oder für den Montag noch einen Pendant zu finden.
Und die dritte Idee war die, Geschichten aus Doe City zu erzählen - verschiedene eben. Städte tragen ja bekanntlich viele Menschen in sich, die auch Geschichten haben.
Genau diese City-Geschichte hat sich jetzt wieder ganz penetrant n den Vordergrund gedrängelt.
Was mach ich nur, was mach ich nur?

02. 11. 07

MDR Literaturpreis und die Brigitte

Mal eben 5000 Euro gewinnnen? Kein Problem, der MDR-Literaturpreis 2008 (Quelle: Uschtrin) läuft noch und winkt mit Scheinchen. Bedingung ist, man muss schon literarische Veröffentlichungen vorweisen (nicht im Eigen- oder BoD-Verlag).
(Falls sich jemand am Wort "literarisch" stößt - ich durfte auch schon mal mitmachen, ohne bewusst literarisch zu können).

Den Preis für das Jahr 2007 holte sich Moritz Heger mit seinem Text "Ins Schwimmbad".
Man kann es mögen oder nicht, aber das ist dann wohl Literatur und wer so schreiben kann, sollte sich vielleicht überlegen, daran teilzunehmen.

Wer fleißig ist, kann aber auch beim Brigitte Romanwettbewerb mitmachen. Allerdings heißt es hier: zack zack, denn Einsendeschluss ist der 30. November (dieses Jahr) und 50 Seiten wollen die sehen, zudem die Gewissheit, dass das Manuskript (bei Gewinn) bis Ende März (nächstes Jahr) auch fertig ist.

Sehr reizvoll.

23. 08. 07

Perplexodum

Von den Socken - aber völlig. Da reiche ich kaltschultrig und aus niederen Beweggründen ein schon leicht betagtes Manuskript bei einer Literaturagentur ein und kriege promt einen Vertrag angeboten. Welche Bauchpinseleien man hier verteilte, behalte ich mal schön für mich, aber wenn jetzt einer glaube, es sei diese Art Agentur, die Gebühren verlange, muss ich enttäuschen. 15-20% von allem, was ich einfahre, und erst dann, wenn Einfuhr stattgefunden. Nicht mehr, nicht weniger. Und auch nicht früher.

Frau SabineD ist also nicht nur von den Socken, sondern völlig am Ende vor --- hm --- Begeisterung? --- Freude? --- Energie? --- Erlösung? --- wir werden sehen.

Sag ich doch: Das Gute setzt sich irgendwann durch. Und wie Sibylle Berg mir vor einiger Zeit prophezeite: 10 Jahre - geht da was in Erfüllung? Hoffentlich. Denn die 10 Jahre sind rum, wenn auch mehr oder weniger inaktiv, da wissend und beschämend, dass soooo viele Menschen schreiben und Erfolg haben wollen - irgendwann wird man bescheiden und dankbar. Oder hochfliegerisch depressiv.
Aber dieses alte Mädchen?

Da glaubt wer an mich, außer Freunden, Lieblingslesern und anderen Fans. Ich bin regelrecht benommen. Noch.
Aber da ist mein Bauch, der sagt: Pass auf!
Was soll schon passieren, außer dass man mich an irgendeinen dieser großkotzigen Verlage vermitteln wird, die später eine "Risiko"-Rechnung aufmachen?
Denen tret ich ins faltige Hemd, sicher. Lieber nie als so. Dat is sischer.

Nur - heute darf ich mich mal freuen und den Dingen, die da kommen, harren. Gelobt sei mein Wissen um all diese Sachen, sodass ich mal hoffe, hier nicht übers Ohr gehauen zu werden.
Ich sags mal leise so: Glück ist etwas, das man sich durch Fleiß verdienen kann, oder?

Warten wir ab, ich werde berichten (sodenn es was zu berichten gibt, denn vor der Messe ist wie Fegefeuer).

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Wer lesen kann, ist - klar - im Vorteil


Astrid Lindgren
Die Brüder Löwenherz




Susanne Mischke
Liebeslänglich



John Katzenbach, Anke Kreutzer
Der Patient





Sebastian Fitzek
Die Therapie. Psychothriller


Simon Beckett, Andree Hesse
Die Chemie des Todes



John Katzenbach, Anke Kreutzer
Das Opfer


Sebastian Fitzek, Simon Jäger
Amok Spiel


Petra Hammesfahr
Seine grosse Liebe.


Peter James, Susanne Goga-Klinkenberg, Susanne Goga- Klinkenberg
Stirb ewig.


Karin Slaughter, Teja Schwaner
Belladonna.


Lisa Jackson, Elisabeth Hartmann
Shiver. Meine Rache wird euch treffen

Ich seh dich


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